Da hast Du aber einiges durcheinander gebracht. Der größte Chiphersteller ist INTEL, und der produziert in den USA. Was jedoch stimmt, dass es in Europa geringe Halbleiterfertigungskapazitäten gibt. Die bekanntesten sind Infineon und ST.
Das Problem bei den ICs ist der benötigte Vorlauf. Ein IC brauch ca. 3 Monate bis er fertig ist. enn jetz erst einma lalle ihre Bestellungen auf eis Legen, da nicht abzusehen ist, wann wieder produziert werden kann, kommt alles durcheinander. Außerdem ist die Benötigte Anzahl im Automobilbereich deutlich geringer als in anderen Bereichen, z.B. der Unterhaltungsindustrie. Wenn eine Fab an der Auslastungsgrenze ist, wird wohl der Auftrag abgearbeitet, ei dem der Gewinn besser ist, also die Großaufträge.
Das weitere Problem ist, dass eine Fab für die Produktion Chips für speziellen Einsatz (Automotiv, Medizin, Militär, Luftfahrt) zertifiziert sein muss. (Siehe meine Diskussion mit Steinkult über das Qualitätswesen.) Also ist es nicht einfach den nominell selben Chip aus einer anderen Fab zu beziehen. Es liegt auch daran, dass ein Ausfall Menschenleben kosten kann.
Weiterhin kaufen die Automobilhersteller keine Chips, sondern Baugruppen, oder Steuergeräte. Somit haben die Zulieferer die Möglichkeit sich die verwendeten Halbleiter auszuwählen. Das Risiko liegt somit bei den Zulieferern. Nun wäre es an Bosch und Co sich Halbleiterkapazitäten aufzubauen. Bei Dem Preisdruck, den die großen Automarken aufbauen, lohnt sich das nicht.
Der Preisdruck ist auch der Grund für die Verwendung von recht individuellen Chips mit bekannt einsetzender Obsoleszenz. Das fördert dann auch die Verschrottung, wenn dann keine Ersatzteile mehr verfügbar sind. Jedes verschrottete Fahrzeug ist gut für den Neuwagenverkauf.
Wie Du siehst geht es hier nur um Jammern, und es wird sich nichts ändern, am ehesten der Preis, der mit der Argumentation steigt.