Ich hatte heute das Bremslichtpedal des Nachbarn auf dem Tisch und hab das erste mal nach der Manson-Methode repariert. @Manson – danke für den kleinen, gemeinen, aber sehr gut funktionierenden Tip.
Hier wird die runtergeschmolzene Nase, die die Kontakte zusammendrückt, nicht wieder in die Ursprungsform zurückmodelliert – mit Hilfe von Polystyrol und Cyanacrylat-Kleber oder was es sonst noch so an Ideen gibt – die wird einfach ersetzt durch eine geeignete Schraube, die durch das Pedalgehäuse geschraubt wird, und auf die Schaltzungen drückt.
Gerade beim Schalter-Pedal ist dies wohl die angezeigte Methode – zwei Gründe:
Leider lassen sich die Gehäuse des Schalter-Schalters (:-)) wesentlich schlechter öffnen, als die des Automatik-Schalters. Das liegt daran, dass das Gehäuse viel kleiner ist und man es nicht so gut aufhebeln kann – und beide haben vier Rastnasen. Wenn man die Material-Auftrag-Methode verwendet, muss man das Gehäuse während des Reparaturverlaufs aber zwecks Test mehrfach zusammenbauen und wieder öffnen.
Ich hab in meiner Schraubenkiste nach einer kurzen, aber kräftigen Blechschraube mit einem nicht zu großen Kopf (muss später abgedremelt werden) gesucht, die hatte einen Kerndurchmesser (heißt das so? Ich weiß, dass Schraubenmaße nach dem Außendurchmesser des Gewindes gemessen werden, wir aber beim Gitarrenbauen und -restaurieren für die Vorbohrungen immer den Schraubenkern messen. Niemals in Holz – speziell in altem – eine Schraube ohne Vorbohren einsetzen) von 3mm; ich hab dann mit einem 2,8mm-Bohrer ein Loch neben die Schaltnase gebohrt.
Bei der Schraube habe ich die Gewindespitze mit dem Dremel rund geformt, damit sich nicht im Laufe der Zeit die Schraube in die Schaltzunge einarbeitet.
Dann nach Augenmaß die Schraube reingedreht und dann mit Hilfe des Multimeters Schaltpunkte von Tempomat-Unterbrecher und Bremslicht-Schließer getestet – passte auf Anhieb.
Feinjustierung werden wir beim eingebauten Bremspedal machen, dann den Schraubenkopf abdremeln und für eventuell nötige Nachjustierungen einen Schlitz den in den Schaft-Stumpf fräsen.
Der zweite Grund, warum die Schrauben-Mehode besser ist: Wie oben zu lesen ist, ist so ein viel präziseres Ergebnis zu erzielen. Ich werde mir demnächst ein rumliegendes Automatik-Pedal ansehen und schauen, ob dort die Schraube genauso eingesetzt werden kann … ich denke schon.
Auf den Bildern ist die Schraubenspitze noch nicht runtergedremelt. Im Hintergrund sieht man die Schaltnase … das runtergeschmolzene, was zu den Seiten abstand, hatte ich schon weggeschnitten. Der Vorher-Zustand ist auf Bild drei zu sehen.