Ich tue mich schwer damit, Covid zu politisieren.
Weder wäre Covid weniger schlimm, wenn Lauterbach nicht Gesundheitsminister geworden wäre, noch wird das weniger schlimm, wenn man diesen oder jenen Menschen, fachlich so oder anders gebildet, um seine Meinung fragt.
Das Virus hat noch nicht mal einen Stoffwechsel. Es könnte sich nicht einmal überlegen, wie es darauf reagiert, wenn es das überhaupt wollen könnte.
Der Pandemie ist völlig egal, was die Politik macht. Sie folgt in jedem Fall, und völlig willenlos, weil es da einfach nichts gibt, was wollen könnte, ihren eigenen Gesetzmässigkeiten.
Das Unglaubliche daran, dem ich je länger je mehr absolut verständnislos gegenüberstehe ist, dass die Gesetze, denen so eine Pandemie folgt, längst gut bekannt sind. Besser als je zuvor in der Menschheitsgeschichte, und dann geht man hin, und ignoriert dieses Wissen, mit dem Hinweis auf Grundrechte; in völliger Ignoranz der Tatsache, dass jeder andere Mensch, auch die, die sich so gut es geht vernünftig verhalten, auch Grundrechte hat, die nicht von geringerem Rang sind als die derer, die einfach nicht vernünftig sein wollen, weil sie das für ihr unantastbares und über allem anderen stehendes Recht haltenl.
Eine Kette ist immer so stark wie ihr schwächstes Glied. Dass das aber heisst, dass sich eine demokratische Gesellschaft stehts nach der Ansicht derer zu richten habe, die am wenigsten Vernunft an den Tag legen, und am allerwenigsten dazulernen mögen, das hat mich erst diese Pandemie gelehrt.
Ich hätte wahrlich selbst die stursten und dümmsten meiner Mitmenschen für flexibler gehalten. - Vor der Pandemie.
Wenn ich daraus etwas lerne, dann, dass nicht alle Menschen grundsätzlich gut sind. Ja dass nicht einmal alle Menschen logischem Denken zugänglich sind. Wenn ich daraus etwas lerne, dann dass rund ein Drittel der Menschen ausser egoistisch lange, sehr, sehr lange, gar nichts mehr anderes sind, und vor der Denkbereitschaft noch dutzende anderer Punkte vorher kommen, nach diesem gigantischen Abstand, der auf den Egoismus folgt.
Wer meint, die Erkenntnis würde ich nach der Pandemie wieder vergessen, und zu gehabter gutmütiger, unvoreingenommener Offenheit und optimistischem Menschenbild zurückkehren, der irrt.
Künftig, und lange über diese Pandemie hinaus, werde ich viel eher und konsequenter auf Abstand gehen, wenn mir andere unvernünftig, zu stur oder zu asozial erscheinen. Den Scheiss werd ich mir nicht mehr bieten lassen. Spätestens da, wo Argumente rational nicht mehr nachvollziehbar sind, werd ich dann ganz schnell und nachhaltig weg sein, und notfalls unmissverständliche Worte finden, um diesen meinen Wunsch dann auch konsequent durchzusetzen.
Wie sich eine Pandemie verhält, ist kein verhandelbarer Gegenstand. Wie die Lage in den Krankenhäusern ist, ist keine Frage demokratischer Aushandlungsprozesse. Wenn voll ist, ist da voll, und dann wird auch nicht darüber debattiert, ob die seit Jahrhunderten anerkannten Gesetze der Mathematik weiter gelten oder nicht.
Wenn die Impfquote knapp unter 70% liegt, und der Leiter der Intensivmedizin am Zürcher Unispital sagt, dass er 83 oder mehr Prozent ungeimpfte auf seiner IPS hat, dann muss mir auch keiner in Frage stellen wollen, ob die Impfung wirke oder nicht.
Wenn die Kliniken in CH schon längst stille Triage haben, und es in D nicht viel besser aussieht, dann sehe ich auch nicht mehr ein, was ein angeblich verständnisorientierter Ansatz wie ihn ein @Steinkult zu vertreten vorgibt (ich nehme ihm den immer noch nicht ab; er hat da im ersten und der ersten Hälfte des zweiten Pandemiejahres zu genüsslich als Spaltpilz gewirkt. Was er jetzt macht, kann auch einfach das Gleiche eine Nummer subtiler sein) bringen soll. Wenn ich ungeimpften Egoisten mit absolut haarsträubender Unlogik und unglaublich viel faktenwidrigem Unwissen, was sie sich auf aber auch ja gar keinen Fall nehmen lassen, mit Verständnis begegne, dann bleiben sie ja dennoch bei ihrer glaubensbasierten Esoterik qualifizierten Unwissens, hören nicht auf zu missionieren, lassen sich so wenig impfen wie bisher, und lassen sich im Krankheitsfall genauso auf der IPS durchschleppen auf Kosten aller, also auch der überwiegenden Mehrheit, die der Vernunft rechtzeitig zugänglich war, wie wenn ich ihnen geradewegs mein begründetes Unverständnis entgegen haue.
Auch wenn ich denen mit Verständnis entgegentrete, fühlen die sich ja nicht weniger in einer Diktatur und faseln dann davon. Folglich sind die ja dann auch nicht veranlasst, sich kompromissbereiter zu geben. Diktatur ist schliesslich Diktatur, da leistet man gefälligst Widerstand.
Die simple Tatsache, dass die Gesetze der Physik und Biochemie nicht auf demokratischem Wege verhandelbar sind, geht und geht denen nicht in den Kopf, und wenn es nicht anders geht, greifen die in ihrer wahrlich unbegrenzten Dummheit auch zu den Waffen, bloss um nichts dazu lernen zu müssen.
Das friedlichste was ich solchen Leuten anbieten kann, ist der letzte Prioritätsrang im Fall einer Triage und mein Schweigen. Dass ich solchen Leuten je nochmal viel Gutes zutrauen werde, werden die nicht mehr erleben.
Mir treten diese Menschen schliesslich auch nicht mit Verständnis entgegen, und vielmehr als Fäkalsprache fällt denen im direkten Gespräch nicht ein. Gut, dann kommen die eben in die entsprechende Schublade, und sind nicht die, welche entscheiden, ob und wann ich die da wieder raus lasse.