Ich doch auch. Im direkten Gespräch ist das aber nur so erreichbar, dass ich die halt einfach ihre Falschmeldungen, Verdrehungen und Unwahrheiten widerspruchslos daher plappern lasse. Wenn nicht, sind wir nicht mehr lange Freunde, und Du kannst sicher sein, das kommt dann nicht meinetwegen so, sondern weil diese Menschen die Wahrheit nicht ertragen.
Das ist nichts anderes, als das, was hier auch die Inorelist bewirkt; dass ich denen nicht mehr zuhöre, bzw. weiss und immer wieder in Erinnerung gerufen bekomme, dass es keinen Sinn hat, dies Thema bei und mit dem Menschen noch zu besprechen. Die Ignorelist erspart mir aber immerhin die emotionale Anstrengung, mir den Quatsch überhaupt erst antun zu müssen.
Einen Diskurs, der keiner ist, weil fest steht, dass was immer ich meinem Gegenüber sage, dieses nicht beeinflussen wird, will ich nicht führen. Sollen das die machen, welchen das noch nicht klar geworden ist. Ich lasse mich nur bis zu einem gewissen Punkt verarschen. Danach schweige ich und gehe auf Distanz. Freunde ausserhalb des Forums haben da den Vorteil, auf anderer Ebene weiter punkten zu können, so dass es beim Schweigen zu Corona bleiben kann. Zumal keine Pandemie ewig dauert, das Thema also irgendwann, ich sag mal mittelfristig, nicht mehr so wichtig sein wird, und mir daher die Hoffnung bleibt, dass uns das nicht dauerhaft auseinander bringen muss.
Das ist dann aber auch nichts anderes, als mein Vorgehen hier, bei dem ich bewusst offen lasse, ob jemand nur vorübergehend ignoriert wird oder doch dauerhaft. Das hängt eben, wie im realen Leben, davon ab, ob irgendwann wieder was kommt, was meine Wertschätzung erringt. Es hat dann halt mit Glück zu tun, ob und wie bald ich - wenns denn dazu käme - das merke. Hat es ja aber sonst im Leben auch, wenn Kontakte seltener werden, weil mir jemand unerträglich wird.