Atomkraft begeistert mich auch nicht.
Anders als Du halte ich aber Elektromobilität für die nächste Zukunft und nicht erst dann, wenn der Strom dafür 100% grün ist.
Die Elektroantriebe sind derart effizient, dass man mit einem e-Mobil moderner Bauart sogar dann pro Liter Treibstoff weiter kommt, wenn man ihn in einem Notstromaggregat zur Stromerzeugung verbrennt und damit einen Auto-Akku lädt, als wenn man den gleichen Liter in den Tank eines Verbrenners füllt.
Es ist also schlicht Unsinn, auch nur einen Tag länger als nötig zu warten, den Individualverkehr zu elektrifizieren.
Abschaffen ist ja eben keine Alternative. Also muss das nächstbeste reichen.
Dass Tavares da auf dem Holzweg ist, ist schon länger so.
Soweit ich weiss, wurde der berühmt dadurch, bei jedem Einzelteil möglichst den letzten Cent wegzusparen, was verschiedene seiner ehemaligen Arbeitgeber an den Rand des Ruins brachte, weil geplante Obsoleszenz eben nicht nur Preise senkt, sondern auch Kundenvertrauen unwiderruflich vernichtet.
Nun hat man Autos, die fast auf den km genau dann kaputtgehen, wenns der Hersteller will, und wenn nicht, dann jedenfalls keinen Tag später.
Damit hat man aber auch ausschliesslich Verbrennungsmotoren im Angebot, die für den Kunden teuer, weil unterhaltsaufwändiger als eigentlich nötig sind. Genau die Motoren aber kann man eben nicht in Hybride einbauen, mit denen dann die Kundschaft zufrieden ist. Weil selbst zuverlässigste Verbrenner der teuerste Teil am Hybrid sind. Solche aber hat Stellantis im ganzen Konzern nicht.
Und dann verpennt man auch noch, dafür zu sorgen, dass Genügend zeitgemässe Batteriezellen verfügbar sind.
Die Zutaten für eine alles andere als heitere Konzernzukunft, wenn mans auch noch mit der halbherzigen Software macht, die in den Fahrzeugen Anwendung findet, so ganz ohne Updates, die sich auch nur mit mässigem Aufwand aufspielen liessen, während man etwa das Motoröl wechseln würde.