Totschlagargument.
Diesen gezeigten D 508 hat es zeitgenössisch in diesem Zustand zwar vor 30 Jahren auch schon gegeben, aber ich glaube nicht, dass es ein H-Kriterium sein kann, dass ein Fahrzeug, dass vor 30 Jahren als fast-Schrott gerade die HU geschafft hat, aber schon erheblich umgebaut war, heute den Status eines zeitgenössisch erhaltenswerten Klassikers haben darf. Meine ganzen Enten, die ich hatte, wären selig, das zu erleben …
Die Eigentümer des gezeigten 508 haben das H-Kennzeichen deshalb haben wollen, weil sie erstens Steuern sparen und zweitens damit in der Umweltzone parken wollen (wo sie wohnen). Denen geht es keinesfalls um die Bewahrung kraftfahrzeughistorisch-gesehen erhaltenswerter Fahrzeuge, sondern darum, dass sie vor der Reise nach Portugal ihren Düdo in Prenzlauer Berg vor ihrer Wohnung und nicht in Reinickendorf neben dem Bahndamm parken müssen. Ist zwar voll das Klischee, aber ich kenne die Leute vom sehen und nachbarschaftlichen plaudern … denen ist nicht daran gelegen, den 508 in erhaltenswertem Zustand der Nachwelt zu erhalten, sonst hätten sie das etwas sach- und fachkundiger gemacht. Im Gegenteil, das »bürgerliche« ist eher der Gegner.
Nicht jeder kann schön schweißen wie manche hier im Forum, aber bei H-Kennzeichen-Fahrzeugen sollte das obligatorisch sein.
Ich wurde bei meinem CX auch schon wegen des nicht zeitgenössisches Radios gerügt. Bei der nächsten Prüfung lasse ich mich nicht lumpen und hab ein baujahr-passendes Radio besorgt. Vermutlich wird es aber Probleme mit der verschlissenenen Türverkleidung geben …