Danke für die Blumen. Du hast völlig recht mit dem konservativen A-Brett, jedoch finde ich es nach heutigem Maßstab schon ansprechend und ziehe es dem Xsara Brett um längen vor. Das Lenkrad mit Airbag ist jedoch ziemlich langweilig, da muss was anderes her zumindest beim jetzigen Projekt. Der Turbo D wir wohl etwas Leder mit roten Nähnten bekommen um es aufzuwerten.
So nun weiter im Thema: Weiter geht es mit dem 1.4. Wie gesagt gefiel mir weder der Zustand noch das Gesamtbild. Also dachte ich an etwas was dem Zustand zuträglich sei. Lackieren kam und kommt nicht in Frage. Nicht bei dem Auto. Aufbereiten keine Möglichkeit bei dem Zustand, Schlachten zu schade. Was nun? Ich bau mir mal ne Ratte da draus. Optik bleibt bzw. wird gezielt modifiziert und Technik kommt 100% überholt in einen klinisch sauberem Motorraum und Unterboden. Geboren war das Projekt: "le vieux citron".😉
Als erstes habe ich mich der Kupplung widmen wollen. Am Ende habe ich den gesamten Motorraum ausgeräumt um alles hübsch machen zu können. Wie das immer so so findet man noch dies und das. Hier habe ich festgestellt das es in der Vergangenheit einen Auffahrunfall gegeben haben musste. Einiges vorn links war lieblos ausgedengelt und mit Unterbodenschutz "lackiert". Eine Rote Haube sowie Kotflügel waren ebenfalls als Ersatz hinein gekommen und in Wagenfarbe lackiert, allerdings optisch recht gut.
Mittlerweile hat alles was an dem Auto in Motorraum und Unterboden verbaut war das Auto verlassen, also Leitungen, Kabelbäume, Tank, Auspuff etc. In der Entscheidung das es ein "ratlook" wird muss natürlich auch ein Fahrwerk und Felgen her. Entschieden habe ich mich für ein TA Gewindefahrwerk, denn das ist das einzige was den Rahmen nicht völlig sprengt bei dem Auto und dem Budget. Vorn ist das alles kein Problem, aber hinten hatte die Drehstabachse ihren Tribut gefordert. Denn da muss man ja die Schwingen um einige Zähne versetzen und die Dämpfer tauschen.
Nachdem ich mit Zughammer, Wärme, Kälte und viel Rostlöser usw. gescheitert bin musste schweres Gerät her. Die Verzahnung hatte dermaßen gefressen das ich es nur mithilfe einer quer nutzbaren Hydraulikpresse die Achshälften aus Ihren Rohren gedrückt bekommen habe. Die Presse dient eigentlich um die Silentlager der Verbindung zwischen Vorder- und Hinterwagen am Gelenkbus zu erneuern und hat dementsprechend auch Kraft. Die Drehstäbe selbst konnte ich dann erst auf einer stationären Presse, die hoch genug war, aus den Achsschwingen drücken. Was ein Aufwand für eine Tieferlegung, jeder Golf-Fahrer hätte vermutlich aufgegeben. Mittlerweile ist alles fein säuberlich zerlegt, ohne große Technik ziemlich unmöglich, da hätte wohl bloß eine Tauschachse geholfen. Aber einfach kann ja jeder.😝
Um an die Lagerschrauben zu kommen musste ich den Kofferaumboden frei machen. Was mich da erwartete war der erste große Tiefpunkt und hat dem Auto fast die Todesurkunde beschert, wäre da nicht mein viel zu großes Schrauberego gewesen. Wer mal einen ZX unter den Radkastenabdeckungen gesehen hat kennt das Dilemma. Mehrlagige Bleche , ausgetrocknete Dichtmasse, Spritwasser, Antidröhn-Bitumenmatten und Dreck. Voila fertig ist der Rostfraß. Ich wunderte mich zunächst weshalb es teilweise so braun aussah an der Bitumenmatte jetzt wusste ich es: Die Radkästen waren nur noch rudimentär vorhanden. Von Außen perfekt kaschiert durch dieses bescheidenen überlackierten Kautschuk Unterbodenschutz, war nach Inspektion festzustellen das hier in großem Umfang geschweißt werden muss. Da ich zuvor schon sah das die Endspitzen angefressen waren hab ich hierzu auch noch den Stoßfänger abgebaut, auch diese musste ich so gut es eben ging ersetzen.
Mehr zu den Rost, den Karosseriearbeiten und den zukünftigen Rädern schreib ich im nächsten Beitrag...
Leider habe ich nie ein Foto gemacht von dem kompletten Auto vorher, aber ich hole jetzt nach was nachzuholen geht. Auch von den aufgefressenen Radkästen gabs keine Fotos, nur vom Produkt danach. Ärgert mich ziemlich, aber lässt sich nicht ändern.