Was ist für Dich eine "entartete Mobilitätskultur"? Verbrenner fahren? Falls ja, dann verkauf Deinen C4 II, für Spassfahrten hat's dann am allerwenigstens Platz.
Andererseits aber Anderen "entartete Mobilitätskultur", welche mit "Reichweitenforderungen und angeblichen Nutzerprofilen" als "Deckmäntelchen" getarnt sind, vorzuhalten, finde ich diplomatisch gesagt speziell. Das Gleiche gilt für Deine Behauptung, dass die meisten Verbrennerfahrer hier "nicht artgerechte Kurztstrecken" damit fahren. Mangelnde Kompromissfähigkeit gegenüber Andersdenkenden? Mit Deinem Fuhrpark und Deinen Nutzungen predigst Du Wasser und trinkst Wein.
Mein Nutzerprofil ist so: Ich möchte einen fahrbaren Untersatz haben, der alles kann. Also auch Langstrecken von ca. 200km mit 120 auf der Autobahn, ohne einen Umweg zur nächsten Ladestelle machen zu müssen oder mich auf der Autobahn abzocken zu lassen. Abgesehen davon, dass ich dann im günstigsten Fall mit einem alten Leaf sicher eine halbe Stunde, wenn nicht länger, an der Ladestelle Zeit verlier. Derzeitige Stromer, die das können, sind Teslas, Ioniq5, Mercedes EQS und vielleicht noch die VAG-Stromer mit grösseren Akkus. Die kann ich mir nicht leisten. Eine Zoe, die das auch einigermassen kann, kann ich mir leisten und ist deswegen ein heisser Kandidat für die Nachfolge meines Verbrenners. Und komm mir nicht damit, dass dies ein angebliches Nutzerprofil ist. Die Mehrheit aller Autofahrer hat nur ein Fahrzeug und nicht Mehrere. Die Mehrheit der Autofahrer hat auch weder Platz noch Geld, um sich mehrere Autos für unterschiedliche Einsatzzwecke hinzustellen. Der Honda-e beispielsweise macht mächtig Spass zum fahren, mehr als eine Zoe. Aber auf der Bahn ist bereits nach gut 100km Schluss. Dafür knapp 40k CHF bezahlen stimmt für mich nicht.