Heute ist ein Anti-Kriegs-Aufruf in #Russland veröffentlicht worden, den 3500 Lehrende & Lernende der größten Uni des Landes (Lomonossow-Universität Moskau) unterzeichnet haben:
"Wir fordern die russische Führung auf, das Feuer sofort einzustellen, das Gebiet des souveränen Staates Ukraine zu verlassen und diesen schändlichen Krieg zu beenden. [...]
Im Aufruf heißt es weiter: "Aktionen im Namen der Russischen Föderation, die von ihrer Führung als "spezielle militärische Operation" bezeichnet werden, sind Krieg, und in dieser Situation gibt es keinen Platz für Euphemismen oder Entschuldigungen. [...]
Krieg ist Gewalt, Brutalität, Tod, Verlust geliebter Menschen, Ohnmacht und Angst, die durch keinen Zweck zu rechtfertigen sind. [...]
Wir bitten alle Bürger Russlands, denen seine Zukunft am Herzen liegt, sich der Friedensbewegung anzuschließen. #нетвойне Nein zum Krieg!"
Der Aufruf ist von allen 3500 namentlich (!) gezeichnet. Wie mutig das ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass heute in Russland ein Gesetz beschlossen wurde, das "Falschinformationen" über das Militär mit 15 Jahren Haftstrafe bedroht.
Aber auch davon lässt sich die Antikriegsbewegung nicht aufhalten, wie einer der Unterzeichner, der Sozialwissenschafter Ilya Matveev, der seit Tagen mutig aus Russland berichtet, und durch den ich auf den Aufruf aufmerksam wurde, zeigt: Er teilt den Aufruf auf seinen Kanälen und macht mit der Kritik des Krieges öffentlich weiter.
Die Mutigen sind nicht die, die jetzt von ihren Schreibtischen aus militärische Zuspitzungen einfordern, die Mutigen sind die, die in Moskau: "#нетвойне! Nein zum Krieg!" rufen.
Nieder mit Imperialismus und Krieg! Hoch die internationale Solidarität!