Ich hab das mal im Zusammenhang gehört, und fand die Wortwahl unglücklich.
Davon abgesehen, ist es sachlich falsch. Ähnlich, wie es Notfallpläne für Strommangel gibt, gibt es die auch bei anderen Energieformen, und irgendwo hab ich mal gehört, dass man bei Gasmangel erst Grossabnehmer der Reihe nach abklemmen würde. Die Logik ist ganz einfach: Da steht dann ein Betrieb still, und dafür hat eine ganze Stadt oder ein Stadtteil genug zum Kochen und Heizen.
Die privaten Kleinabnehmer zahlen dann wahrscheinlich Mondpreise, aber sie kriegen das Gas, was sie brauchen auch dann, wenn da die Hälfte vom Bedarf fehlt. Frieren muss also wegen Gasmangel eigentlich auch in D keiner, wenn man das gut managt. Dazu würde ich auch eine Preisdeckelung oder eine andere nützliche Form der Unterstützung jener zählen, die die Gaspreise nicht mehr zahlen können. Wenn man das aber nicht macht, dann liegt das nicht daran, dass zum Heizen kein Gas da wäre, sondern daran, dass man nicht dafür sorgt, dass die, die es brauchen, sich die warme Bude einigermassen leisten können.
p.s.: Kochen ist zudem nicht das Problem. Man kann den Gasherd auch stilllegen und auf Strom oder Benzin umsteigen. Ein ein- oder Zweiflammiges Rechaud kostet nicht die Welt, und sorgt dafür, dass die Küche auch dann nicht kalt bleiben muss, wenn kein Gas da ist.
Ich koche hier, wie fast alle in CH, mit Strom, und habe mir vor ein paar Wochen einen Benzinkocher als Rückfallebene angeschafft. Der kostet mehr als ein Gaskocher, und ist etwas russig, so dass man im Zweifel halt draussen kochen müsste, aber er funktioniert auch dann, wenn die passenden Gaskartuschen - wie bei Strommangel nicht unrealistisch - nicht erhältlich sind.
Ich habs ausprobiert: Wenn ich einfach koche, also im Wesentlichen bei gebratenem oder Pasta oder Getreide mit Sauce oder einem Eintopf oder Suppe bleibe, komme ich mit einer Tankfüllung von rund 0.4l Benzin eine Woche hin. Muss ich wegen Stromausfall Wasser abkochen, reicht das dann nicht mehr so weit, aber da komme ich so oder so mit einem kleinen Kanister Benzin durch, solange die haltbaren Lebensmittelvorräte reichen. Das ist bei einem, der kein Gas verkochen will, auch nicht anders.