Ich kann weder die Kritik am C4 II noch am 308 nachvollziehen, beide habe ich gefahren.
Zum C4 habe ich sowieso ein besonderes Verhältnis: Ich habe in dem Auto einen filmreifen Unfall, bei dem mich ein LKW übersehen hatte und mein Auto über eine lange Strecke quer vor sich her schob, ohne jede Blessur überstanden. Die Kiste hatte einen Schaden von mehr als 20000 €, aber ich war in Ordnung. Das versöhnt mich mit allem, was man über dieses Auto u. U. negativ sagen kann, insbesondere die unsägliche halbautomatische Schaltung, die ich geradezu gehasst habe und die auch nach ein paar tausend Kilometern schon ausgewechselt werden musste. Die Kiste war im Übrigen in keiner Weise schwammig, 15 cm Eintauchen geht da eh nicht. Geklappert hat auch nix. Vorderachspoltern - das hätte ich über die Jahre wahrgenommen, da bin ich nach üblen Erfahrungen im C5 I mit der Hinterachse ein gebranntes Kind bin.
Der 308 SW fuhr genauso brav, da versetzte kein Heck, nach meiner Erfahrung ein völlig unproblematisches Auto. Ich fahre defensiv, Grenzerfahrungen in Kurven usw. interessieren mich nicht. Die Familienmitglieder, die C4 und 308 benutzt haben, fanden diese Autos ebenfalls alle völlig unproblematisch. Solange das so ist, interessiert es mich auch nicht, welche Achskonstruktion verbaut ist. Mir ist das völlig egal.
Und, Naturgeist, der 508 hat einem nicht die Bandscheiben raus. Die Sitze sind AGR-Modelle (Aktionsgemeinschaft Gesunder Rücken oder so ähnlich), und das merkt man insbesondere auf Langstrecken. Die harte Federung stört mich auf schlechten Wegstrecken, aber auf der AB und guten Land- und Bundesstraßen ist sie nicht unkomfortabel, wie meine erste Vokabel oben "knüppelhart" vielleicht vermuten lässt. ich hatte neulich das Vergnügen, in einem Audi A3 mitzufahren. Der ist tatsächlich noch härter. Mein "knüppelhart" bezieht sich auf den Vergleich mit meinen Ex-HP-Autos. Deshalb: Würde ich den 508 jetzt noch mal kaufen, ich bestellte ihn mit dem adaptiven Fahrwerk.
fl.