Stimmt nicht. Es gibt einen privaten Anlagenbetreiber in Norddeutschland, der seinen überschüssigen Strom zur Wasserstoffherstellung verwendet, und dazu auch eine Wasserstofftankstelle gebaut hat.
Dumm ist relativ, und es rechnen auch nicht alle gleich. Wenn Du die Endlager für Radioaktiven Abfall nicht zahlen musst und den Rückbau nicht oder nur zum Teil aus dem Stromverkauf finanzieren musst, und dazu kräftige Zuschüsse vom Staat für den Anlagenbau kriegst, dann ist der Atomstrom natürlich nicht teuer. In F, GB, USA, RU und anderswo hat man zudem am Atomstrom ein militärisches Interesse. Jeder Reaktor liefert spaltbares Matierial für den Bau von Atom- und Wasserstoffbomben. Die ersten Atomreaktoren in Hanford und Windscale hatten sogar ausschliesslich diesen Zweck. Die Stromproduktion kam erst mit der nächsten Reaktorgeneration, und sollte die Akzeptanz dieser teuren und gefährlichen Technologie steigern. Ist auch nachhaltig gelungen, wie man sieht.
Dennoch zahlt ja dann die Allgemeinheit aus der Staatskasse die ungedeckten Kosten, und dies Geld fehlt dann für anderes. Von Billig kann dann keine Rede mehr sein, auch wenn nur ein Bruchteil der Kosten auf der Stromrechnung steht.
Es ist ja nicht nur der Bau von AKW, der jedesmal ein Mehrfaches vom Geplanten kostet. Das setzt sich fort beim Abfall, und geht mit der Endlagerung im gleichen Takt weiter, viele Generationen, nachdem die Anlagen lange wieder Geschichte sind.
Aber ich habe den Verdacht, dass einer, der mir hier schon das Wort im Munde umdreht, die Wahrheit gar nicht wissen will. Andernfalls könnte man auch einfach lesen, was ich schrieb, und nicht das Gegengeil. Ich habe nämlich mit keiner Silbe geschrieben, die Baukostensteigerungen seien gering. Ganz im Gegenteil!
Oder würdest Du ein 300'000€-Haus für 1'200'000€ bauen, und dann von "geringen Baukostensteigerungen" sprechen, und erwarten, nicht für blöd gehalten zu werden?
Das ist in Finnland passiert Ein paar Nullen mehr dran, aber im gleichen Verhältnis.
Das geht aus den Tabellen nicht hervor. Zudem ist eigentlich egal wo das Uran herkommt, denn Russland spielt in der Atomwirtschaft eine Schlüsselrolle. Französisches Uran aus La Hague wird in Russland weiterverarbeitet.
Was zudem der Uranbergbau bedeutet, zeigt die Geschichte der Wismuth AG. Das ist ne gefährliche und Umweltschädliche Angelegenheit, und auch für diese Kosten kommt die Atomwirtschaft nicht voll auf.