Es gibt einen Grundsatz beim Handel mit allem, was Räder hat: Man verkaufts am besten wies ist. Oder vielmehr, man bietets so an. Billig genug ist es nämlich nie. Soll wenigstens das Risiko entsprechend sein.
Alle genannten Einwände sind dann für die Verhandlung. Warum der Preis eben doch runter muss, warum man vor der Anreise anruft und dies oder jenes klärt, etc.
Ich hätte noch nie jemanden erlebt, der vor dem Verkauf repariert hätte, aber auch noch nicht, dass der Kauf an einem Ölwechsel gescheitert wäre.
Man kann sich ja ne Rechnung aufstellen, und die dann dem Verkäufer präsentieren. Dabei kommt dann sehr bald raus, ob man sich preislich überhaupt finden könnte.
Letztlich muss dann der Käufer entscheiden.
So ein Ferngespräch vermittelt ja, wenn man es richtig angeht, auch ein Bild von der Interessenlage: Will da einer, will er nicht? Braucht man den Platz, oder beharrt man auf der Preisvorstellung? Kennt man die Marktsituation? Kaum Neuwagen verfügbar, und daher gebrauchte gefragter als sonst, aber auch extrem hohe Treibstoffpreise, die dann nicht so sparsame Fahrzeuge trotzdem weniger interessant machen?
Ich war vorgestern mit meiner 12jährigen "Gurke", mit allerdings wenig km, beim Carrossier, da Hagelschaden noch unerledigt. Sparsame (Verbrauch auf oder unter Kleinwagenniveau, trotz Automat) Limousine mit 5 Sitzen und so guter wie zuverlässiger Automatik. Die Marke würde an dieser Stelle als Provokation aufgefasst. Die Ermittlung des Zeitwerts, anhand einer kurzen online-Recherche verblüffte den Profi mehr als mich, der ich schon immer wusste, was für ein guter Kauf der alte Wagen war: Einer mit etwas mehr km als meiner: 10'000.-, eher sogar mehr. Einer mit fast doppelt so vielen km: etwa der gleiche Preis.
Weil er gut ist, man das weiss, und weil der Verbrauch und die eher sehr niedrigen Unterhaltskosten zum Spritpreis passen. Der Rest, etwa der gute Zustand, die Unterhaltshistorie, alles Zugabe.
Da kann man lange diskutieren, oder auch nicht... wie man will.