Kommen wir zur eigentlichen Entwurf- und Umsetzungsphase:
Ein paar einfache Skizzen helfen, ins Thema zu kommen und ein Gefühl für die Form zu entwickeln.
In Wahrheit bilden die nachfolgenden digitalen Retouchen die Arbeitsgrundlage, die Handskizzen sind tatsächlich später entstanden.
Hier eine vorab erstellte Variantenreihe, zunächst mit einer zaghaften Annäherung an Detailänderung im Frontgrill.
Oben links das Original. Daneben mit schwarzer Lamelle, links unten ohne Logo, rechts unten mit Lamelle wieder in Wagenfarbe...
Inspiriert vom Giret-Entwurf hier eine Reihe geschlossener Frontmasken, mit und ohne Logo.
Darunter mit "keck" angeschnittenen Scheinwerfer-Ecken sowie mit asymmatrischem Logo à la BX.
Und noch einmal die "Ecken"-Variante ohne Logo. Rechts oben ein durchgehendes Glasband à la SM...
Unten dann die endgültige Version. Links noch mit zu weit geöffnetem Lufteinlass, rechts mit abgesenkter Oberkante. Der Trick ist das Aufgreifen und Fortführen der oberen Phase der Scheinwerfergläser. Dadurch ergibt sich eine weitgehend geschlossene Optik bei trotzdem vorhandenem Lufteinlass. Zudem entsteht eine eigenständige 3D-Ausprägung, die sich formal harmonisch in das XM-Design einfügt.
Spiel mit dem Heck: In ersten Varianten behalte ich das originale Fugenblild bei, während ich mit der angeschrägten Kennzeichen-Aussparung einen Bezug zum verabschiedeten Frontdesign herzustellen trachte. Dass die Rückfahrscheinwerfer als neue Position für die Rücklichter fungieren werden, ist mir in diesem Stadium bereits ziemlich klar.
Die Wirkung des übertragenen schrägen hinteren Radausschnitts ist besonders im Zusammenspiel mit den in das Foto dieses offensichlicht englischen XM hinein gemappten Evasion-Radkappen so bestechend, dass ich eine Realisierung zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausschließen mag...
Let's ged rid of the bloody chrome-finishers: Hier visualisiere ich eine geglättete Flanke mit in Wagenfarbe gehaltenen Einlegern. Auch hier findet sich wieder der dynamische Raflauf hinten.
Wer genau hinschaut, bemerkt die dünne schwarze Akzentlinie oberhalb der Sicke, welche die untere Fuge des Rauchglas-Bandes am Heck fortsetzt.
Wer diesen Thread von Anfang an aufmerksam verfolgt hat, wird bemerkt haben, dass ich hier versucht habe, mittels Lack oder Folie eine dem frühen Entwurf von Bertone entsprechende Aufteilung zwischen Body und Greenhouse zu erzeugen - interessant, am Ende aber wohl doch too much!