Offizielles Ergebnis: in einen XM-Tank passen 87 Liter Kraftstoff (Tank komplett trocken bis automatisches Abschalten Zapfhahn).
Probefahrt hat ergeben:
- vielleicht stopfe ich doch die Undichtheiten in der Auspuffanlage (drei von vier Verbindungen undicht, billiger Nachbauauspuff, traurig das, klingt bisschen kacke beim Gasgeben)
- Airbag muss ich mich noch kümmern, die gelben Lichter im Cockpit nerven (übergangsweise Sitze ohne Seitenairbag eingebaut)
- ABS meldet Sicherheitsrelais, wird irgendwas mit der Stromversorgung sein, geh gleich auf die Suche (ohne ABS fahre ich nicht, wenn es irgend anders geht)
- Bremsen vorne rubbeln ordentlich, da muss ich nochmal fix drüber, aktuell nicht Autobahntauglich
- Scheibenwischwaschwassertank am Füllstandssensor undicht. Meh.
Die traurig installierte Webasto-Standheizung hatte ich auch vorübergehend ausgebaut. Die wurde von einer Citroen-Werkstatt damals in den (Neu-)Wagen regelrecht reingepfuscht und war mir schon immer ein Dorn im Auge. Nun scheint sich mein Startproblem (etwas widerwillig, rauchte kurz nach dem Starten) in Luft aufgelöst zu haben. Sieh an.
Ich freu mich, dass ich das Ding endlich wieder bewegen kann. Und dass sich mit einer überschaubaren Investition von 700 Euro in die Außen-Optik einen sehr deutliche Verbesserung ergeben hat. Paar Schandflecken sind noch zu machen, finanziell ungefähr die gleiche Größenordnung, dann bleiben nur noch kleinere Mängel.
Es folgt noch ein wenig Gemecker und Gejammer.
Nach allem, was ich bis jetzt gesehen habe: Gehört das eigentlich zur Ausbildung als Automechatroniker (oder wie auch immer das heute heißt), dass man dort lernt, wie man ein Fahrzeug mit dem geringstmöglichen Aufwand bestmöglich verpfuscht? Wäre dankbar, wenn mich jemand aus dem Umfeld erleuchten könnte.
Warum schraubt man die Masse an einen nicht geeigneten Punkt, wenn direkt daneben(!) Massepunkte am Fahrzeug sind?
Warum nimmt man die +12V Versorgung am Generator ab, anstatt ein Kabel zur Batterie zu legen, wie es sich gehört?
Warum kleckert man mit dem Lötkolben rum, wenn man es nicht kann? Oder dröselt die blanken Kabelenden einfach so zusammen und wickelt Isolierband rum, fertig. Und Stromdiebe. Stromdiebe dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die Arbeitsanweisungen von Citroen zu Arbeiten an der KFZ-Elektrik sehen anders aus. Ganz anders.
Warum bohrt man mehrere Löcher für Kabeldurchführungen, ohne zu entgraten, die durchgeführten Kabel irgendwie zu schützen, und natürlich ohne die Späne wegzusaugen? Und das ganze auch noch jeweils höchstens eine handbreit neben den von Werk vorhandenen Kabeldurchführungen. Im Wasserkasten haben sie wenigstens mit Silikon abgedichtet. Hinten leider nicht, was wenig überraschend zu Wassereinbruch führte.
Warum verlegt man Kabel/Leitungen unterhalb und innerhalb des Fahrzeugs, indem man diese auf abenteuerlichen Wegen an heißen und bewegten Bauteilen vorbeiführt, anstatt sie neben den bereits vorhandenen Kabelsträngen zu verlegen? Dass an mehreren Stellen Kabel irgendwo eingequetscht waren, kam noch dazu.
Wohlgemerkt Citroen Vertragswerkstätten. Keine Dorfschmiede. Fabrikneues Fahrzeug. Besitzer genauso wie das Fahrzeug gehobene Mittelklasse. Traurig.
Mit Hydraulikarbeiten (oder besser groben Pfusch) will ich jetzt nicht auch noch anfangen.