Bei meinem viel gefahrenen BX Saugdiesel beobachte ich schon eine gefühlte Ewigkeit den Spritverbrauch, der war bislang immer ein ganz guter Indikator für Unregelmäßigkeiten. In den letzten 12-18 Monaten lag ich immer irgendwo zwichen 5,3 und 5,8 Liter auf 100km, je nach Schwere des rechten Fußes, wenn es mal sehr zügig gehen mußte dann flossen auch mal 6,5-6,8 Liter auf 100 durch die Düsen. Das war früher alles schon mal besser, aber letztendlich muß man auch berücksichtigen daß der verbaute Motor irgendwo schon jenseits der 400tkm unterwegs ist.
Nun war ab März nach großer Fahrt nach Lyon und zurück erstmal eine längere Zwangspause. Zu der gerissenen Ölwanne gesellten sich durchgerostete Hydraulikleitungen, Rost an Kofferraum und A-Säule und allerlei anderes. Da der BX die nächsten Monate viel fahren wird und es keine Möglichkeit für größere Reparaturen gibt hatte ich mir vorgenommen gleich einige andere Sachen mit zu erledigen. So kam ein junger gebrauchter Anlasser aus einem HDi rein der bei gefühlt halber Baugröße wesentlich flotter durchzieht, beide Oktopusse wurden gegen Neuteile getauscht und Druckregler, Mengenteiler und Bremsventil wurden gegen neu abgedichtete Teile aus dem Fundus getauscht um den ewigen Leckagen Herr zu werden.
Was nach dem 2,5monatigen Stillstand direkt auffiel war neben der fehlenden Inkontinenz der schnellere Druckaufbau, dass langsamere Absinken sowie das deutlich längere Schaltintervall des Druckreglers. Vorher waren es trotz frisch befüllter Kugeln nur maximal wenige Sekunden im Leerlauf, nun nehme ich das Schaltgeräusch nur noch sehr selten wahr.
m Samstag sollte es relativ spontan auf große Fahrt gehen, und da der Tageskilometerzähler schon bei über 700km stand fuhr ich vorher zur Tankstelle, die Tanknadel stand dabei noch etwa auf halb voll - was mich schon etwas irritierte. Zu meiner Überraschung war der Tank nach 35 Litern randvoll, der Verbrauch lag bei gerade mal 4,89l/100km trotz völlig normaler Fahrweise. Samstag mußte der BX dann ziemlich rennen, überall wo es ging und erlaubt war zwischen 140 und 160 km/h, kurzzeitig auuch mal darüber. Am Ende des Tages waren knapp 1000km zurückgelegt mit einem Schnitt von fast 115 km/h. Ich hatte vorsichtshalber unterwegs etwas nachgetankt, so reichte die Tankfüllung dann bis heute Abend. Nach über 1100km waren gute 69 Liter Diesel verbraucht, also ein Schnitt von 6,2 Litern.
Beide Tankfüllungen lagen somit locker 0,5 Liter unter den erwarteten Werten, und das obwohl ich am Motor und der Einspritzanlage rein gar nichts gemacht hatte - nicht einmal nach dem Luffilter habe ich geguckt in all der Zeit. Ich kann es mir nur so erklären daß die Hydraulikpumpe erheblich weniger arbeitet und daher auch der Verbrauch runtergeht. Bei den 69 PS des Saugdiesels kann man in gewissen Fahrsituationen duurchaus spüren wenn der Druckregler ein und aus schaltet. Nicht so deutlich wie der Klimakompressor, aber offenbar nimmt ach die Pumpe einiges an Leistung. Es macht also durchaus Sinn sich gelegentlich mal um den altersschwachen Kram zu kümmern...