So, jetzt quatsch ich auch mal von der Seite rein. Der CX, den ich damals gebraucht für rund 6.900 Euro gekauft habe, war mein allererster Oldtimer. Ich hatte von Tuten und Blasen nicht die allergeringste Ahnung. Null. Mit dem CX fing meine Oldtimerleidenschaft an, danach habe ich mir einen Lada VAZ 2101, einen Opel Ascona C, ein steinaltes Ford Escort Cabrio gekauft - und gerade will ich mir noch einen 200D W123 antun.
Was ich sagen will - und was schon einige Vorredner gesagt haben: Es ist immer ein bisschen Glückssache, das Bauchgefühl ist ein guter Ratgeber und es lohnt sich auch, beim Verkäufer nachzuhorchen (Social Engineering), was eigentlich seine Beweggründe für den Verkauf sind.
Mein CX hatte damals Reparaturstau: Federkugeln oll, Lüftungselektrik total verbastelt, Schaltgestänge hat sich verabschiedet, Lichtmaschine war falsch angeschlossen. Ich bin am Anfang ein paar mal liegengeblieben. Nachdem die ganzen Kinkerlitzchen behoben waren, war der CX ein superzuverlässiges Auto, mit dem ich endlos viel Freude hatte.
Beim Lada, beim Escort und beim Ascona war es auch so: Am besten gleich ganz viel fahren, da sieht man schnell die offensichtlichsten Macken - und dann muss man die halt abstellen. Insofern bei der Budgetverteilung immer sehen, dass man mindestens 40-50 Prozent des Kaufpreises als Reserve liegen hat, um die sich vermutlich einstellenden Reparaturen finanzieren zu können.
Ansonsten: Internet! Es gibt bei Facebook und bei WhatsApp (meistens auf Einladung aus einer Facebookgruppe heraus) inzwischen so viele hilfsbereite und kundige Menschen, die sich dort in Gruppen organisieren. Bei meinem Ascona z.B. gab's einen Pleuellagerschaden, weil eine Werkstatt scheiße gebaut hat. Ich habe über die Facebookgruppe nicht nur einen ATM bekommen (den ich bei ebay nie gefunden hätte), sondern auch noch jemanden gefunden, der mir für kleines Geld den Motor eingebaut hat.
Daher: Wenn du Bock auf einen CX hast, dann kauf dir einen. Lass dich drauf ein. Du kannst mit jedem Auto Glück oder Pech haben.
Ich finde nix übler als die Vorstellung, eines Tages auf dem Sterbebett zu liegen und zu denken, "ach, hätte ich doch damals...". Man sollte sich Wünsche beizeiten erfüllen, solange man kann. Go for it!