ich würd' sagen, wir drehen uns im kreis. das denken bestimmst nicht immer nur durch ein angepassetes vokabular.
für den schwarzen mann aus afrika erlebte ich in den vergangenen 55 jahren immer wieder den ersatz der einen poltisch unkorrekten bezeichnung durch eine neue politisch korrekte. geändert hat die nomenklatur rein gar nichts. selbst wenn's in 10 jahren dann angeblich korrekt "weisser raumfahrtingenieur" heissen sollte, jeder weiss, wer gemeint ist. wenn's bis dahin ein wenig besser um diese personenguuppe gestellt sein sollte, wird's am lernen und padagogischen maßnahmen verschiednster art liegen, aber nicht an nomenklatur oder grammatik.
so dann auch bei dieser geschlechtergeschichte. zu zeiten, als die registrierung von personen eingeführt wurde, war das beim damaligen kenntnisstand ein durchaus wichtiges merkmal zur möglichst genauen identitätsbestimmung. heute gibt's fingerabrücke und DNA. mit der gänzlichen abschaffung der amtlichen definition wäre schon mal ein grosser schritt getan. dann wäre mensch eben nicht m,w,d sondern einfach mensch. und in dieser hinsicht eben auch gleich, egal. dann kommen aber die ersten, die solch eine definition als teil ihrer identität ansehen, dafür ekämpft haben, d oder lehrerIN zu sein - eben nicht egal oder ausreichend in ihrer identiat berücksichtigt. personliche identitätsstiftende differenzierung ist allerdings wieder grundlage, überhaupt diskriminierung wahrzunehmen und auszuüben. denn unter gleichen oder völlig egalen funktioniert's eben nur ganz schlecht.