Ja, eine richtige miese Geschichte. Eine Radfahrerin wird von einem LKW überrollt - das passiert hier leider recht häufig. Das liegt an Kreuzungen und Radwege, die teilweise katastrophal geplant und gebaut sind, LKW-Fahrer, die teilweise immer noch nicht verstanden haben, dass es auch etwas anderes als Luft und Liebe rechts neben ihnen geben kann und Radfahrer, denen häufig nicht klar ist, dass sie vielleicht im Recht, aber deutlich schwächer sind.
Was davon bei diesem Unfall zutrifft oder ob es etwas ganz anderes war, weiß noch kein Mensch.
Während der Rettungsmaßnahmen wurde der LKW-Fahrer von einer wohl nicht am Unfall beteiligten Person mit einem Messer attackiert und stationär ins Krankenhaus gebracht. Laut dieser Aussage (stationär) in diversen Artikeln, scheint er zum Glück nicht schwer verletzt zu sein. Die Schlagzeilen und Teile im Text deutet etwas anderes an, werden allerdings im weiteren Verlauf der Texte jedes Mal relativiert.
Als ob der Angriff, jede Art von Verletzung, und der Schock an diesem Unfall beteiligt zu sein, nicht schon schlimm genug wären.
Zum Thema "Klimastau": Hier wird genüsslich die Unverantwortlichkeit dieser Aktionen beschrieben. Wobei es wohl richtig ist, dass der durch den Protest verursachte Stau, das Durchkommen von Spezialfahrzeugen behindert hat. Die Frage, warum es in Berlin mal wieder keine Rettungsgasse gegeben hat, stellte sich in keinem der von mir gelesenen Berichten und es wurde auch nicht darüber spekuliert, dass die Demo blöd, aber der Rettungseinsatz mit Rettungsgasse wohl zu keiner Verzögerung geführt hätte. Warum Spezialfahrzeuge in eine Stau fahren und nicht um ihn herum geleitet werden? Diese Frage gibt es nicht - dazu sollte man als nicht Berliner wissen, dass die A100 kaum ohne Stau zu erleben ist.
Der Abschnitt Dreieck Funkturm – Kurfürstendamm war 2005 mit einer Belastung von 191.400 Kraftfahrzeugen pro Tag[45] die am stärksten befahrene Straße Deutschlands. Fünf weitere Teilstücke der A 100 sind in den Top 10 der meistbefahrenen Straßen Deutschlands vertreten. (Bundesautobahn 100 – Wikipedia)
Falls jemand das Prinzip der Rettungsgasse in Berlin noch nicht kennt: der erste Wagen fährt einen halben Meter vor und bleibt dann (stolz wie Bolle) stehen, der zweite schafft an guten Tagen noch ein paar Zentimeter und wenn durch Zufall eine Rettungsgasse in Fragmenten vorhanden sein sollte, finden sich bestimmt zwei oder drei Vollpfosten, die die Gelegenheit zum Weiterkommen nutzen und in der Gasse ein paar Meter Geländegewinn schaffen. Dieses Verhalten kostet jeden Tag Zeit bei der Rettung von Leben - eine Diskussion oder gar Bestrafung, ein Verfolgen dieser teils bewusst durchgeführten Handlungen, gibt es hier in Berlin nicht.
Was absolut nicht bedeutet, dass sich "die letzte Generation" zu den möglichen Folgen ihrer Handlungen nicht auch Gedanken machen muss - auch wenn es den Verantwortlichen der letzten Jahrzehnte so ziemlich Wumpe war, wie Eure Zukunft aussieht. Ihr müsst verstehen: Eure Zukunft ist Scheiße, unsere Zukunft fast vorbei. Ganz ehrlich, was ist schlimmer?
Der von Soso eingestellt Link enthält schon einen relativ (!) differenzierten Bericht. In einigen Artikeln wurde noch ein vermeintliches Statement von der "letzten Generation" gebracht, dass es hier halt nicht um kuscheln, sondern um einen Kampf gehen würde - keine Information dazu, ob das ein einzelner Spinner oder ein offizielles Statement sei. Es sollte einfach nur transportiert werden, dass es den Protestierenden vollkommen egal sei, ob durch ihre Handlungen Menschen gefährdet werden oder nicht.