Cato, der Jüngere: ich bin im Übrigen der Meinung, dass man alte Verbrenner-Dickschiffe gerne durch neue Elektro-Dickschiffe ersetzen kann, denn Dickschiffe kann man nicht verhindern (die einen brauchen sie aus praktischen Gründen, die anderen aus mangelndem Selbstbewusstsein, das ist aber dem Klima am Ende egal).
Nein, mit 0 - 100 gr CO2 / km, wenn man die Produktion der Batterie weglässt und mit 20 - 120 gr CO2 / km, wenn man sie dazurechnet. Je nach Laufleistung und Energieerzeugung.
In jedem Fall (auch im Falle eines echten E-Dickschiffes) mit deutlich weniger als vergleichbare Verbrenner.
Genau so.
Wobei ein zügig gefahrenes E-Dickschiff mit 24 kWh/100km zu bewegen ist und ein moderat gefahrener Verbrenner mit 60 kWh / 100km. Da sind wir schon bei 60% Einsparung. Wenn dann das E-Dickschiff auch noch moderat gefahren wird, kann man gut 80% Energie einsparen. Das ist nicht nur ein kleiner Anfang, meiner Meinung nach.
Ohne unsere E-Autos hätte ich eine kleinere PV-Anlage auf's Dach gebaut. Jetzt wurden es 40 kWp (vorerst). Also hat die Transformation in unserem Fall zu mehr EE geführt. Ich denke, das passiert gerade an vielen Stellen und führt schneller zur notwendigen Energiewende.
Die Alternative ist ja immer, Öl zu verbrennen. Und das ist in jedem Fall schlechter.
Komisch, wir sind vorletzte Woche zu fünft (inkl. Gepäck) mit dem Model 3 nach Venedig zur Biennale und zurück gefahren (insg. 1.800km). Keiner der Mitreisenden hatte sich über irgendwelche Nachteile eines BEV beschwert. Das einzige Problem, das wir hatten, war, dass die Schnelllader zu schnell waren und wir einmal fast Blockiergebühr bezahlen mussten, weil das Auto nach 40 Minuten voll war und wir 60 Minuten für's Mittagessen gebraucht hatten. Ich musste dann vor dem Desert schnell raus und das Auto umparken.
Vielleicht sollte man nicht über einen potentiellen Einsatz reden, sondern über einen realen.
Viele moderne Batterien werden heute ohne Kobalt hergestellt (LiFePo4). Lithium wird heute vor allem in Australien abgebaut, wo die Umweltschäden nicht mit denen in Chile vergleichbar sind. Man sollte vielleicht auch aktuelle Gegebenheiten wahrnehmen, wenn man die Erdölgewinnung mit der Gewinnung von Lithium vergleicht?
Komischerweise habe ich auch noch nie von einer Kritik über den Kobaltverbrauch für blaue Jeans oder für Metall-Legierungen gehört. Obwohl das mengenmäßig immer noch weit über den Mengen für E-Auto-Batterien liegt.
Martin