Ich habe weder Lust auf Schubladendenken noch auf Sandkasten, ich kann nur meine persönliche Erfahrung mitteilen:
10 Tage nach der zweiten Impfung (Mitte´21)ist bei mir ein Wiederauftauchen meines Lymphoms (Krebs des Immunsystems) diagnostiziert worden. Nachdem ich 15 Jahre Ruhe hatte und damit schon als geheilt galt. Es waren keine äusseren geänderten Umstände festzustellen, auch die Berufsgenossenschaft hatte da ein Auge drauf im Anschluss.
Einzig sicher bei allen Ärzten: Das hat nix mit der Impfung zu tun, da solle ich mir keine Sorgen machen. Keine Erfassung des zeitlichen Zusammenhangs, hat einfach niemanden interessiert.
Ich bin mittlerweile durch Hochdosis Chemos mit autologer Stammzellentransplantation gegangen, im Augenblick sieht es gut aus. Leider habe ich wie viele Stammzellenpatienten ein ausgeprägtes Erschöpfungssyndrom und bin aktuell immer noch nicht arbeitsfähig.
Das Schicksal von dem jungen Mann aus dem Video ist ungleich härter, ich bin körperlich nicht konkret eingeschränkt. Ich kann aber sehr gut die Wut vor allem der Mutter verstehen, dass einfach nicht sein kann was nicht sein darf.
Das nur mal zu den Statistiken: Weder der junge Mann noch viele andere und auch ich nicht tauchen da als impfgeschädigt auf.
Ich habe auch keine Kraft dafür über den Zusammenhang mit Laien oder Fachleuten zu diskutieren wenn schon meine behandelnden Ärzte (die ansonsten einen sehr guten Job gemacht haben!) kategorisch Zusammenhänge ablehnen, mir aber nichtmal andere mögliche Ursachen anbieten können.
Ich bin fassungslos deswegen, wie kann ich mit Vehemenz Zusammenhänge leugnen, wenn es keine Daten dazu gibt?
Das wäre in etwa so ignorant, als wenn ich behaupten würde, die Impfung würde jeden krankmachen.
Hoffe das zeigt ein paar Grautöne in der Bandbreite der Meinungen hier auf.
Gruß, gasmann