Guten Morgen Karl-Heinz,
ich habe mehr den Eindruck, dass man es Dir nicht Recht machen kann und Du selektiv einen Maßstab anlegst, den Du und auch andere (mich eingeschlossen) nicht einhalten können. Der Anspruch ist richtig, allerdings sollte der Bezug zur Realität dabei nicht verloren gehen.
Zu Deinen Herzchen: ich schenke dir alle meine Herzchen, das war mir nie wichtig. Daran messe ich nichts, rein gar nichts und wir sollten uns auch nicht davon leiten lassen. Wer schreibt und dabei nur auf ein Danke oder Herz schielt, ist nichts anderes als ein kleiner Populist bzw. Opportunist. Allerdings bekomme ich lieber ein Herzchen als eine Abmahnung vom Admin - daher würde ich diese Dir dann nicht schenken wollen.
Zu Deiner Medienkritik: du hast die Linie von Kritik, zu alle sind gesteuert und Verbrecher, überschritten. Ich glaube nicht alles, da teile ich Deinen Ansatz und halte ihn auch für richtig - zu glauben, hier sei alles gesteuert ist allerdings Blödsinn. Deine Möglichkeit Dir Gegenargumente zu erlesen und hier entsprechende links zu setzen, sind doch der Beweis, das Deine Einstellung zu diesem Punkt überzogen und falsch ist. Das ist weder gut für Dich, noch für unsere Diskussion, weil sie Dir leider Glaubwürdigkeit und Dir somit die Möglichkeit mit einem Gegenargument eine Diskussion positiv weiterzuentwickeln nimmt. Leider suchst Du die Widersprüche nicht in einem Text oder stellst einen Widerspruch durch belegbare oder logische Gegenargumente dar; Du reagierst extrem und negierst komplett alle Medien, die nicht extremistische Gegenpositionen aufbauen.
Der Fehler in diesem Denken ist, dass Du die Glaubwürdigkeit zu z.B. einer Zeitung komplett in Frage stellst, gleichzeitig aber einer anderen Zeitung komplett glaubst und darin den Beweis siehst, dass die erste Zeitung gesteuert ist. Wenn Du einen Fehler findest, dann ist es gut und exakt der Beweis, dass Deine These nicht stimmt: durch einen Artikel in Zeitung XY hast Du bemerkt, dass der Artikel in CV falsch ist. Diese Möglichkeit funktioniert nur in einer freien Gesellschaft mit freien Medien.
Zwei weitere Punkte sind in Deinem Ansatz nicht richtig: es gibt so gut wie keine Zeitung oder andere Medien, die verboten sind: du kannst Dir das Schmierblatt "Bild" kaufen, die Taz, die Zeit, Süddeutsche, Die Welt und auch das Neue Deutschland oder die Junge Welt oder die Junge Freiheit, Compact oder die Preußische Allgemeine Zeitung. Mehr Spektrum wird schwierig - zur Not gibt es noch den Wachturm oder ähnliches. Die Möglichkeiten der Glotze sind auch recht weitgehend: ARD und ZDF, die Tittensender von einst RTL, SAT oder Arte oder mit passender Technik von Bibel-TV bis keine Ahnung. Internet macht alles - für mich ist dort leider die Utopie der freien Welt durch die schier unbegrenzte Menge und Möglichkeit ins Absurde gedreht worden und Staaten wie Russland oder China oder die USA nutzen das Internet auch bewusst für Desinformation. Snowden oder Assange oder Navalny zeigen allerdings auch, dass das Prinzip "wer das Geld hat, hat die Macht" durchbrochen werden kann. Warum ich die Drei genannt habe? Weil sie einen fürchterlichen Preis für unsere Freiheit bezahlen und das auch ein Teil der Wahrheit ist. Freiheit wird nicht geschenkt, man muss sie sich nehmen.
Der zweite Punkt ist, dass Du das Aufdecken von Fehler ausschließlich als Beweis siehst, dass etwas falsch gelaufen ist. Das kann richtig sein, allerdings möchte ich Dir dazu zwei Beispiele aufzeigen: die Ukraine ist vor 10 Jahren eines der korruptesten Länder der Welt gewesen. Wenn wir heute in den Medien mitbekommen, dass in Zeiten äußerster Belastung, der schon vor dem Krieg 2022 begonnene Weg der Korruptionsbekämpfung weiter geht und sich sogar noch verschärft hat, dann ist das ein gutes Zeichen. Das nicht Berichten über Korruption kann bedeuten, das es sie nicht gibt oder das dieses nicht berichten ein Teil der Korruption ist. Das so offen kommuniziert wird und Konsequenzen erfolgen, ist vielleicht nicht perfekt, nicht ausreichend, aber eine deutlicher Weg in die richtige Richtung.
Auch wenn es mich zutiefst frustriert und ich mich schwer damit abfinden kann: Prozesse in eine bessere Welt brauchen sehr lange - der Weg in die Hölle geht super schnell.
Ich hoffe, Du siehst in meinem Versuch einen positiven Ansatz. So ist er gemeint.