Ist das so? Ich kann das in Bezug auf meinen C6, den ich nun im 11. Jahr fahre, nach > 100.000 km nicht bestätigen. Er (eigentlich sie) ist das fehlerärmste Auto, das ich jemals über eine lange Dauer gefahren bin. Und das waren nicht nur Citroen. Nur normale Verschleißgeschichten. Dass der C6 ein recht komplexes Fahrzeug ist und dass das bei zunehmendem Alter auch spannend werden kann, ist dabei unbestritten. Ich weiß bis heute nicht, weshalb sie mich im letzten Sommer mehrfach mit wilden Fehlermeldungen und Motornotlauf in Atem gehalten hat. Arbeitshypothese: Unglückliche Kombination aus schon zu schwergängigem Anlasser und unterdimensionierter Batterie. Beides getauscht, zehntausend Kilometer ohne Probleme gefahren. Nun zu den anderen Marken und nur die verbrieften Erfahrungen aus meinem Nahumfeld:
- Volvo V70, kapitaler Motorschaden bei reichlich 200.000 km (der eigentlich unzerstörbare Fünfzylinderdiesel)
- Audi A4 Allroad, schwerer Motorschaden bei unter 70.000 km, immerhin für einen mittleren vierstelligen Betrag revidiert und läuft seit dem
- VW Multivan, nach 12.000 € Reparaturlosten im sechsten Jahr entnervt abgestoßen
Auf der Liste der faszinierendsten Autos steht für mich der C6 mindestens unter den Top Ten. Vieles, was die großen Citroen 60 Jahre lang ausgemacht hat, findet sich in ihm vereint und perfektioniert. Deshalb werde ich versuchen, für ihn immer noch eine Daseinsberechtigung in meinem Fuhrpark zu konstruieren, obwohl das zwischen ID (Traumauto) und Tesla (bestes aktuelles Fahrzeug) gar nicht so leicht ist.