Ich finde man kann darueber sicher gut reden, wenn es eben nicht offensichtlich der Relativierung der eigenen Ueberzeugung diente. Das ist aber das Problem, diejenigen fuer die es nur ein Argumentationsbaustein ist, wollen da gar nicht drueber reden.
So bitter es ist, echte Solidaritaet ist endlich. Bei den groessten (oeffentlichen) Egoisten wird manchmal eingeworfen, was fuer ein liebender und treusorgender Familienvater oder Mutter es doch waere. Ja klar, man muss nur den Kreis eng genug ziehen, dann ist jeder der Beste. Selten stehen Leute auch mal alleine im Kreis.
Die Familie, die Freunde, die Kollegen, der Sportverein, die Leute aus dem gleichen Ort, die Hessen, die Deutschen, die Europaeer, die kaukasische Ethnie, ... Man haelt an, wen man eine liegengebliebene Ente sieht, bei einem alten Citroen auch noch,...
Das ist die Oekonomie des Egoismus oder des Sozialem. Ohne diesen verbrennt man Emotional oder Oekonomisch.
Deshalb ist es absurd, eine weiter entfernte Gruppe als Massstab zu nehmen, wie man sich in seinem naeheren Umfeld verhalten koennte. Das dient einfach nur dazu, den Kern zu verwaessern, wie auch das Nebeneinanderstellen der Risiken von Impfungen und Corona. Klar sind beide risikobehaftet, nur ist die Relation so unverhaetnismaessig, dass ohne dieses klar zu stellen, es Rabulistik ist.
Natuerlich ist es wuenschenswert das Menschen die "natuerliche" Ordnung der Empathie durchbrechen, aber auch diesen ist es nicht gegeben, allen zu helfen.
Jetzt hilft Impfen auch fast nur noch denjenigen die sich nachtraeglich impfen lassen. Von daher ist es mir auch gleich. Nur diejenigen die sich in der Pandemie haben impfen lassen, ruecksichtsloses Verhalten zu unterstellen, macht mich doch etwas ungehalten.