Meine Freundin war eine der 28.000 (?), die einen Sion vorbestellt hatte, mit 500 Euro Anzahlung. Wir fanden das Konzept klasse: genug Reichweite, schnell genug, und variabel genug, um auch mal drin übernachten zu können oder was Größeres zu transportieren. Die Solarpaneele fand ich ein Gimmick, die Entlademöglichkeit praktisch. Ich habe ihr aber davon abgeraten, noch mehr einzuzahlen, als Sono Motors das Betteln angefangen hat. Kennt Ihr noch den Loremo? Ähnliche Geschichte vor ca. 20 Jahren, noch vor es mit Elektroantrieben losging, sollte einen sehr effizienten Verbrenner haben. Den hatte ich damals vorbestellt, allerdings ohne Anzahlung. Auch das war ein Startup im Münchener Raum.
Meine Freundin war noch in Tübingen beim Anschauen als Sono Motors auf Geldsammeltour war, wo man ihr erzählt hat, dass letztlich die Pandemie ihnen das Genick gebrochen hätte, vor allem wegen der Lieferketten. Schade, das Auto fand sie an sich toll, auch noch nach dem Probesitzen.
Meine unrecherchierte Meinung, warum die gescheitert sind, nachdem ich den Stream dieser »Community Hauptversammlung« angeschaut hatte, wo sie auch Zahlen genannt haben: Diese Startups scheitern trotz Unmengen Geld, die sie verbrennen, vor allem mangels Erfahrung. Ein paar altgediente Ingenieure von Daimler oder BMW hätten ihnen möglicherweise die Flausen ausgetrieben und die Entwicklung in die richtige Richtung gelenkt. Neue Ideen von jungen Leuten sind wichtig, aber ohne Erfahrung von ein paar Alten fährt man dann halt im Zweifelsfall in den Graben. Oder wie es dort auf der Versammlung ausgedrückt wurde (ich paraphrasiere): Dass das so kompliziert würde, hätten wir nicht gedacht, und an einigen Stellen mussten wir nochmal von vorne anfangen, weil man uns gesagt hat, dass man das so wie entworfen nicht in Serie produzieren kann.