Keine Ahnung, wie man von dem, was ich schrieb auf sowas kommt. Da gibts keinen Zusammenhang.
Ich habe nie was anderes getan. Solltest Du anderes gelesen haben, wirst Du mir mit Vergnügen das entsprechende Zitat vorhalten wollen.
Lies nochmal. Das hier hatte ich geschrieben:
Eigentlich war also die Botschaft, dass es Blödsinn ist, nicht übers Auto hinaus zu denken.
Vielleicht kann man ja pendeln mit der Bahn, und wenn man das Abo schon mal hat, nutzt man es halt wos passt auch in der Freizeit.
Aber vielleicht ist das eben auch typisch deutsch. Von einem Extrem ins andere zu fallen. Von der Monarchie in die Demokratie, von da in die Diktatur und von da zurück in die Demokratie. Von der nuklearen Teilhabe in radikalsten Pazifismus, von Auto über alles und limitless Autobahn zur Fussgängerzone mitten auf Berliner Hauptstrassen und nur noch Bahn. Vom Giesskannenprinzip nahtlos zum bürokratischen Overkill.
Regieren kann ja in dem Land auch nur, wer die Mehrheit im Parlament hat.
Eigentlich nicht verwunderlich, dass man bei der Denkweise im ganzen Land nur Probleme sieht, und zu wenige und wenn, dann nur schlechte Lösungen.
Ich sags mal so: Die Schweiz lebt fast nur von dem zwischen den Extremen. Nicht immer besser. Aber fast immer pragmatischer. So wohl dann auch bei der Nutzung des ÖPNV, und dessen Kombination mit dem Individualverkehr.
Nächstes Beispiel. In der Schweiz würde man, wenn man keine 1.5km zu Fuss gehen wollte, aufs Fahrrad steigen oder was ähnliches. Vom Segway bis zum e-Bike oder der Mitfahrgelegenheit, notfalls per Daumen in der Luft. Mein Bruder hat das die ganze Lehrzeit hindurch so gemacht. Der wohnte, damals wie heute ländlich. Mit dem Auto 40min. bis in die Stadt, mit dem Zug 25min. Da das mit dem Busanschluss aber nie klappte, so dass er vom Bahnhof nie zu seinem Lehrbetrieb kam, wo die Bushaltestelle buchstäblich vorm Haus war, weil nun mal der Bummelzug vom Lande mindestens seit der Elektrifizierung der Strecke in den dreissiger Jahren immer mindestens seine zwei Minuten Verspätung hat, so dass der Bus abfuhr, wenn der Zug gerade in den Bahnhof rollte, hat er sich am Bahnhof ein Fahrrad hingestellt, und konnte dann, wenns ausnahmsweise doch mal klappte, weil der Bus auch nicht pünktlich war, immer noch den Bus nehmen, oder sich halt auf den Drahtesel schwingen.
Scheinbar gibts an deutschen Bahnhöfen keinen Platz zum Abstellen von Fahrrädern. Kann man dann nicht ändern. Dann ist eben der ÖPNV unbrauchbar. Ist wohl so.
So schön wie Du möcht ichs auch haben. Mein Auto hab ich nicht zum Nulltarif anschaffen können, und es lebt auch nicht nur von Sprit. Das will mindestens mal einen Ölwechsel kriegen, und so weiter...