Ich habe mal über dein Problem nachgedacht, dazu Folgendes:
Was braucht der Fenix-3B Rechner unbedingt?
Hier betrachten wir nur die Kraftstoffseite, auf Zündungsseite versagt gelegentlich das kleine Modul neben der Zündspule, ansonsten gehe ich davon aus, dass jeder, der einen Fehler am ZPJ sucht, die Standardfragen geklärt hat: Zündkerzen? Zieht der Motor Wasser über defekte Zylinderkopfdichtung? Kompression geprüft? Verteilerrotor und –kappe? Grundsätzlich ordentliche und gepflegte Verkabelung und keine alten Putzlappen im Ansaugtrakt! Spannung im Bordnetz? Die Liste der Selbstverständlichkeiten ist viel länger, es ließe sich noch einiges aufzählen, aber wir gehen davon aus, dass alle Beteiligten hier im Forum so ein „Grundgefühl“ für Automobiltechnik haben.
Damit ein ZPJ überhaupt läuft, bzw. anspringt, muss der OT-Geber ein Signal liefern, sonst geht gar nichts. Wer das über ein Oszilloskop prüfen kann, ist im Vorteil, ansonsten prophylaktisch ersetzen (Aber nur, wenn er gar nicht anspringt). Natürlich muss die Spritpumpe laufen und mehr als drei Liter Sprit im Tank sein. Eine defekte Spritpumpe ist nach meiner Meinung die häufigste Ausfallursache am ZPJ. Die kleinen Köhlchen im E-Motor der Pumpe sind einfach irgendwann „alle“. Dann gibt es da noch den Crash-Schalter und die Diebstahlsperre sowie Relais für Pumpe und Fenix. Muss natürlich auch alles tun
Dass der Rechner seine Versorgungsspannung hat, haben wir vorausgesetzt. So, jetzt springt der Bursche auf jeden Fall an. Drosselklappenpoti sorgt für Leerlaufkomfort und für Volllastanreicherung, die Thermofühler beeinflussen die Gemischzusammensetzung, ebenso das Lambdasignal. Die beiden Klopfsensoren verstellen bei Bedarf den einprogrammierten Zündzeitpunkt in Richtung spät. Original sind vorderer und hinter Sensor unterschiedlich, zumindest bei Citroën. da ich in letzter Zeit nur eine Sorte bekomme, tut der es an beiden Positionen. Bisher löste sich an den Klopfsensoren augenscheinlich nur das eingelassene Kabel auf. Also, ohne letztgenannte Signale läuft der Motor zumindestens schon mal. Das Fenix-Steuergerät hat einprogrammierte Daten, falls Sensoren nichts liefern, damit ist (fast) immer ein Notlauf gewährleistet. Das gilt auch für die wichtige Haupt-Steuergröße, die vom MAP-Sensor kommt. Der kleine dünne Schlauch zum Sensor zerbröselt gerne, besonders am Anschluss des Ansaugkrümmers.
In deinem Fall, margia2, tippe ich auf dieses Detail, ich empfehle es deiner Aufmerksamkeit. Deine gelbe Motorstörleuchte sei gelegentlich an gewesen. Die Serviceliteratur gibt dazu zwar einiges her, ich selbst habe aber noch nie dieses Lämpchen am ZPJ leuchten sehen, obwohl meine versuchsweisen Manipulationen sie eigentlich hätte aktivieren müssen. Bei dir gibt es noch von den Symptomen her eine weitere Unsicherheit, das ist dein Katalysator. Wenn alle Fachleute alles durchgehechelt haben, solltest du den Motor ohne Kat testen. Wie das geht und wer dir einen neuen Kat in das Gehäuse baut, sage ich dir dann bei Bedarf...
Auf der „Ausgabeseite“ des Rechners befindet sich neben Dauer und Zeitpunkt der Kraftstoffeinspritzung und Anzeige Drehzahlmesser auch noch die Drehzahlregulierung für den Leerlauf. Dieses Subsystem lässt sich übrigens sehr schön und einfach testen, das ist aber ein anderes Thema. Ach ja, der Kohlekanister, da gibt es ggf. auch ein Signal. Unwichtig an dieser Stelle ...
Tja, Thema „Auslesen“ mittels Lexia oder so: Wer damit umgehen kann, soll’s tun. In deinem Fall wohl angebracht.
Ich habe bestimmt das eine oder andere noch vergessen, Gruß Ingo