Jain, ich war schon Berufsmässig auf der Autobahn unterwegs und genau dabei habe ich meine persönliche Geschwindigkeit die ich fahren muss neu definiert. Wie ich schon öfter schrieb, es zählt nicht wie schnell ich fahre sondern wie hoch meine Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen Startpunkt und Zielort tatsächlich ausfällt, je näher an dem errechneten Durchschnitt man zukünftig die max. Reisegeschwindigkeit anlegt, desto günstiger, sicherer und entspanter kommt man ans Ziel. Hundert auf der Autobahn, warum nicht, wenn dann konstant die Räder rollen kommt man schneller ans Ziel als wenn man irgendwo stundenlang im Stau parkt. Autobahnen und Kraftfahrstraßen sind in erster Linie nicht da um schnell zu fahren sondern um schwächere Verkehrsteilnehmer auszuklammern und Ortsdurchfahrten zu vermeiden - Schnellstraße, den Begriff gibt es in der StVO nicht!
Früher, ja, früher war ich auch gern schnell unterwegs, Verbrauch spielte keine Rolle, Ressourcen waren Egal, ja, das Klima sowieso ....ich gebe zu, da war ich auch einer der Asozialen. Aber, auch da, wenn ich mit Trailer unterwegs war oder mit einem Fahrzeug über 2,8t, dann hieß es max. 80 und ja, das hat man schon mal um 5km/h großzügig überzogen aus obengenannten Gründen. Heute ballern 40tonner mit knapp 100 über die volleren Autobahnen, ich muss es nicht verstehen warum das toleriert wird.
Irgendwie ging es an mir vorbei wann die Geschwindigkeitsbegrenzung auf über 3,5t angehoben wurde, de facto finde ich es genauso verkehrt wie die 100er Freigabe für Anhänger weil das Gefahrenpotential sich potenziert.
100 auf der Autobahn und eine konsequente teure Ahndung von Tempoverstößen derer die nur 80 fahren dürfen, würde
- die Emissionen drastisch reduzieren
- den Verkehr am Rollen halten weil weniger Stau
- die Treibstoffkosten senken (und zwar generell denn je weniger Nachfrage desto niedriger der Preis)
- als Bonus die Unfallgefahr reduzieren
....und unterm Strich wären wir sogar alle früher am Ziel