Nach meinen Wissen hab es nur 3 "Hersteller" von 3 Achser
1. Tissier aus Frankreich,
2. Pijpops aus Belgien
3. Mikes Garage aus Deutschland
Da ich von allen 3 ein Fahrzeug habe, glaube ich schon, dass ich die Vor und Nachteile einschätzen kann.
Tissier aus Frankreich
Pierre Tissier hat wohl die extremsten Umbauten gemacht. Sehr oft wurden die hinteren Achsen in großen Abständen verbaut. (über 1000 mm) was dazu führte, dass die hinteren Achsen nicht als eine beim TÜV eingetragen wurde. Bei den Hochdächer wurde der Aufbau gegenüber Pijpops sehr eckig gehalten. Die hinteren Kabinenaufbauten waren auch aus GFK. Die Konstruktionen und die Art der Arbeiten waren aber sehr abenteuerlich in der Zeit cd SM – DS und CX Zeit. Beim XM wurde der Umbau schon sehr Profimäßig gemacht. Die Verlängerungen wurden einfach angeschweißt und nach gut Will verstärkt. Ich habe 3 Fahrzeuge aus 2 Jahren gehabt. Jeder wurde anders verlängert und verstärkt. Aber vom Hubschrauberträger über Fahrzeugtransporter bis zum Rally Auto wurde alles gebaut. Es wurde keine ABS Bremsanlagen verbaut. Beim XM wurde die ABS Anlage außer betrieb gesetzt.
Pijpops aus Belgien
Daniël Pijpops hat sich mehr auf den Umbau als Nutzfahrzeug mit viel Raum konzentriert. Auch er hat andere Einzel Lösungen gebaut, aber diese waren wirklich Nur Ausnahmen. Hauptsächlich wurden BX, CX und zum Schluss auch XM umgebaut. Auch hier konnte man beim XM die Erfahrung erkennen. Die beiden CX, die durch meine Hand gegangen sind, bestanden mehr aus Spachtelmasse und Dichtmasse, als man glauben wollte. Vor 7 Jahren habe ich seinen Sohn in Belgien mal besuchen dürfen. Er erklärte mir, dass man in rund 10 Tagen einen Wagen umgebaut hat. Den aktuellen, den wir derzeit aufbauen, ist wirklich ein Bastelwerk. Die hintere Achse hatte eine Verwindung von 1,2° der linke Abstand war 985 mm und der rechte 972 mm. Außerdem waren die beiden Achsen so verschweiß worden, dass ein Seitenversatz von 3 mm gewesen ist. Als ich die Bilder von der Schweißkonstruktion gesehen habe, war mir alles klar. Wir haben die Achse neu aufgebaut und haben eine Toleranz nun von 0,07 mm digital gemessen. Der Dachaufbau und die Seitenwände waren aus GFK. Auch hier wurden keine ABS Bremsanlagen verbaut. Beim MX wurde jegliche die hintere Achse abgefragt und dann beide angesteuert.
Mikes Garage aus Deutschland
Hier wurden die Achsen in einer technisch besseren Version gebaut. Die hinteren Achsen waren sehr genau verschweiß und bei dem Bremssystem hat man mitgedacht. Es gab sogar Modelle mit eingetragene ABS Anlage. (Ich habe persönlich eine original Brief gesehen) Das Modell „Loadrunner II" genannte CX von Mikes Garage aus Heidelberg wurde hauptsächlich nur als langen Break gebaut. Zum Schluss gab es auch noch welche mit GFK-Aufbauten, der den ohnehin schon beträchtlichen Laderaum noch einmal deutlich vergrößerte. Aber hier wurde im Prinzip nur das Dach erhöht. Ein echter neuer Raum wurde nur bei Tissier und Pijopps gebaut. Die normalen Fahrzeuge wurden vor allem zum Transport großer Mengen Zeitungen über weite Strecken verwandt.
Wenn man größere Umbauten macht, Antriebswechsel oder Sonstige Spielereinen durchführt, kommt es oft vor, dass bei einer Neuabnahme eventuell der Hersteller geändert wird. Daher kann es vorkommen, dass man ein Fahrzeug findet, wo ein Hersteller drinsteht, der eventuell nur die Überholung gemacht hat und dabei einige größere Anpassungen oder technische Abänderungen gemacht hat. Bei unserem Projekt wird auch sicherlich nachher mein Name als Hersteller eingetragen werden. Dann ist nur noch vermehrt, die Organale Fahrzeugnummer und die vom ersten Umbauer. Aus diesem Grund findet man immer wieder Fahrzeuge, die im Grund nicht von diesen Firmen gebaut wurden, sondern nur kräftig angepasst wurden.
Aber im Grunde waren alle Umbauten die Qualität nicht über alle Zweifel erhaben. Einige Schweißarbeiten und Technische Umsetzungen waren schon recht zusammengeschustert. Ich hätte mit keinen der Fahrzeuge einen Seiteneinschlag bei einem Unfall erleben wollen. Die Kosten und der Zeitdruck haben dort auch wohl eine große Rolle gespielt. Wenn man einen findet, dann ist er meist mit viel versteckenten Rost versehen.
Alle diese Informationen habe ich aus nun rund 30 Jahre Citroen Erfahrungen und in den Jahren Besitzer von rund 7 Dreiachser und 2 Vierachser. Leider musste ich mich von Einige in schlechte Zeiten trennen und 2 sind einem Unfall zu Opfer gefallen. Daher weiß ich auch, dass die Rahmen sehr einfach verlängert wurden. (Angestückelt) Bei unserem derzeitigen Projekt haben wir die Seiten Schweller und Aufprallschutz aus einem Stück gefertigt und zusätzlich mit Kreuzsystemverstärkt. Würde man das damalig in der Serie machen, wäre kein Geld mehr zu machen.
Für Ergänzungen, andere Sichtweise oder Wissen was an mir vorbei gegangen ist, würde ich mich freunen.