Na, dann kann das ja auch zum Thema:
https://taz.de/Rammstein-Fans-im-Zeitgeist/!5946772/
Die Verwahrlosten*
Fans von Rammstein stehen mit ihrer emotionalen Verwahrlosung keineswegs allein. Sie repräsentieren eine Minderheit, die immer weitermarschieren will.
Nichterscheinen würde genügen, um bisschen Anstand zu zeigen: Rammstein-Fan am 15. Juli in Berlin Foto: Fabian Sommer/dpa
„Die Geschichtenerzähler machen weiter, die Autoindustrie macht weiter, die Arbeiter machen weiter, die Regierungen machen weiter, die Rock-’n’-Roll’Sänger machen weiter“ – ja gerade die eben, last not least.
Wenn man das Gefühl, das das gegenwärtige Deutschland ausstrahlt, fassen möchte, dann ist der Dichter mit dem überaus deutschen Namen Rolf Dieter Brinkmann mit diesem Auszug aus seiner sehr viel längeren Litanei des ewigen Weitermachens vielleicht ein Ausgangspunkt. Es hat etwas Besinnungsloses, etwas Selbstvergessenes wie im Spiel, aber auch etwas Trotziges und Rotziges: Wie Kinder eben kommen einem die Rammstein-Fans vor, die einfach nicht glauben wollen, dass Papi Mami schlägt, weil ja noch kein Urteil gesprochen ist, das sie in ihrer geistigen Unreife und emotionalen Abhängigkeit selbst nicht zu fällen in der Lage sind...
* das paßt doch gut als neues Geschlecht, quasi LGBT+V