letztes auf jeden Fall.
Es ist immer einfach, mit dumpfen Thesen simple Lösungen aufzuzeigen (Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg - Ausländer raus, dann Vollbeschäftigung....). Dass ist leichter zu transportieren als die Aussage, dass die eigenen Bildung die Grundlage für ein ausgefülltes Arbeitsleben sein kann. Zum einen steckt da die Eigenverantwortung mit drin und es hat keinen direkten Bezug zueinander. Schule ist langweilig und Job immer scheiße und weit weg - gut das ich dann keinen bekomme und gleichzeitig wer anderes Schuld daran hat. Praktisch, falle ja nicht bodenlos in diesem so verhasstem Staat.
Spiel mit der Angst: keine Asylbewerber bedeutet gleich keine Vergewaltigungen (von Kindern) - dass das Statistisch nicht stimmt (leider den Opfern auch egal sein kann), dass diese Verbrechen nur oder überwiegend von Asylbewerbern begangen werden, ist egal. Klingt nach einfacher Lösung - dass die meisten Übergriffe innerhalb der eigenen Familie geschehen - geschenkt.
Klimaveränderung: gibt es nicht - schon ist das Problem und die Notwendigkeit des eigenen Handelns gelöst. Der Ansatz, dass wir alle verzichten müssen und uns darüber Gedanken machen sollten, was wir machen, dieser Ansatz ist deutlich komplizierter und belastet nebenbei auch. Und wer entscheidet sich schon gerne, ob Skifahren in den Alpen oder die Malle wegfallen soll.... Urlaub hat man sich verdient, egal was es (die Anderen) kostet.
Mir ist kein einziges Thema bekannt, wo von rechten Kreisen oder aus dem reaktionären Lager, ein konkretes Problem mit einem konkretem und vor allem realistischem Lösungsvorschlag beantwortet wurde. Muss ja noch nicht mal der Meine sein, sollte nur einer gewissen Logik folgen.
besser organisiert? Ich denke ja: auf der einen Seite ist ein unglaublicher Durchhaltewille zu erkennen. Rechte Projekte laufen teilweise schon seit 30 Jahren und länger und langsam sieht man den "Erfolg". Ob es Kahla ist, dass von Hoffmann (Wehrsportgruppe Hoffmann) Stück für Stück nach der Wende gekauft wurde oder andere Projekte im Osten - Gebiete, Dörfer, Städte oder Stadtteile werden unterlaufen und Rechte sind dort die Bestimmer. Oder das Unterlaufen von Schöffen durch Rechte. Oder die Veränderung der AFD zu einer vom rechtsnationalen, faschistischen Flügel bestimmten Partei. Oder Instagram und Co - keine linke Gruppe schafft es ansatzweise so präsent zu sein und damit die öffentliche Wahrnehmung so nachhaltig zu beeinflussen wie zur Zeit AFD und andere Hasser. Die Unteilbar-Demo in Berlin vor einiger Zeit war mit Sicherheit eine der größten Demos der Geschichte (1989 Herbst einmal außen vorgelassen) - welchen Einfluss hatte dieses Statement von hunderttausenden von Menschen? Null! Die permanenten Forderungen von Rechten zum Thema Asyl hat dafür über die Jahre zu einer massiven Verschärfung des Asylrechts geführt und heute ist es nicht mal mehr selbstverständlich, dass Flüchtlinge aufgenommen werden, sondern nur noch, ob sie uns nutzen und wie wir sie schnell wieder loswerden. Über das menschliche Leid wird kaum gesprochen und dass wir mit einer gegen die Ursachen gehenden Politik deutlich menschlicher und gleichzeitig günstiger wegkommen würden - geschenkt. Zu kompliziert zu erklären und wo soll das Rückgrat dafür bei Lindner, Söder und Scholz herkommen? Merz lasse ich beim Thema Rückgrat mal ganz raus. Dann lieber der Schrei nach Abschiebung (auch wenn rechtlich nicht möglich) oder Asylbewerber kosten und lassen sich ein schönes Leben ohne Arbeit bezahlen (Bild vor ein paar Wochen: Arbeitsflicht für Flüchtlinge https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/csu-plan-zur-migrations-krise-wird-kritisiert-arbeitspflicht-fuer-fluechtlinge-84814596.bild.html). Das Flüchtlinge nicht arbeiten dürfen (!) und das das ein Teil des Problems ist - egal
Und Einigkeit bedarf es wenig - dagegen sein ist der Konsens, einfache Antworten bedürfen keiner weiteren Klärung untereinander. Und der Hass auf alles Fremde einigt dann auch noch die Fremden, die nur diese eine Übereinstimmung haben.