Vorne: Tür raus, Schwellerverkleidungen ab, Stosstange ab. Genaue Begutachtung bezüglich Rost um die Stoßstangenaufnahme vorne herum sowie an der A-Säule unten. Nicht selten stellt sich dann die Frage, ob der Ausbau lohnt. Zudem sollten nicht
schon mal Instandsetzungen vorgenommen worden sein. Oft stimmen da schon die Radien vorne zum Scheinwerfer und am Radlauf nicht mehr bzw. sind "modelliert". Alles Ärgernisse und Kostentreiber beim Neulack am Zielfahrzeug.
Alle Schweisspunkte freilegen (Kit im Wasserlauf komplett entfernen) und mit Schweisspunktbohrer ( zuvor mittig sauber körnen) ausbohren. Manchmal , besonders an der A-Säule, muss meist noch ein scharfer Meissel bemüht werden.
Unerfahrene werden vielleicht erstmal einen Flügel versemmeln bzw. Bohrkronen himmeln. Geduld und Ruhe ist gefragt. Ansonsten: siehe verlinkten faden von @ sylvester
Soll nur gespendet werden und kein Flügel getauscht, kann man auch einen normalen Bohrer verwenden und durch bohren. Soll wieder ein Flügel montiert werden, ist es die Kunst das untere Blech möglichst nicht mit einem Loch zu versehen.
Zuletzt das Heikelste: Die saubere Trennung des Karosseriekits am Radlauf innen von vorn bis hinten, sofern noch original. Säbelsäge und Öl ist eine Variante. Öl deshalb, damit es flutscht und damit die Hitze des Sägeblatts nicht wieder den Kit
zusammenpappen lässt. Oder ein gutes großes Brotmesser und Öl. NIE !!! reissen oder zerren, sonst ist sofort ein Verzug im Kotflügel, der fast nie wieder zu richten ist. Ich empfehle sogar, die Trennung des Kits zu Beginn vorzunehmen und dann erst die
Punkte auszubohren.
Hinten: Auch da erst genauer Untersuchung bezüglich Rost oder vorherige Instandsetzung. Allerdings reden wir hier vom ganzen Seitenteil. Seitenscheibe muss raus. Heckklappe samt Scharniere weg.
Besser auch gleich die Heckscheibe. Sollte man sich eh einlagern, sich den Ausbau aber nur antun, wenn die Heizdrähte noch alle funzen.
Ist mit einfachem Stromprüfer mit Lampe zu checken. Sonst mit Klebefolie bekleben (verhindert die große Glas-Sauerei) und einschlagen.
Wo alles genau angesetzt ist und die Schweisspunkte sitzen, verrät ein Blick in das sehr gut bebilderte Werkstatthandbuch "Karosserie " der serie 1.