So werden aber keine Probleme gelöst und Konflikte immer weiter kultiviert.
Unbestritten, dass das Vorgehen der Hamas komplett und ohne wenn und aber indiskutabel und durch nichts zu rechtfertigen ist. Um Konflikte zu lösen, muss es aber auch ein Verstehen der Ursachen geben - und anders als viele Menschen immer behaupten, ist ein Verstehen keine Unterstützung oder Rechtfertigung. Darauf lege ich sehr viel Wert. Es ist ein Schlüssel, Konflikte lösen zu können, Ansetze zu finden und Prozesse in Gang zu setzen.
Wir können aufzeigen, dass die Unterstützung von Mördern nicht geduldet und akzeptiert wird. Dazu muss nicht abgeschoben werden (wohin überhaupt??), man muss nur die geltenden Rechte anwenden. Wichtiger finde ich, dass auch klare Positionen formuliert und eingehalten werden.
Ich fühle mich sehr unwohl in dieser Situation etwas zu schreiben. Meine Gedanken sind bei den Familien der entführten Israelis, der ermordeten Menschen, den im Massakern erschossenen und verletzten Menschen. Sie sind bei den Menschen, die Angst haben und nicht wissen, was der nächste Morgen bringt. Was ist das für ein Leid, was für eine Scheiße. Ich wünsche mir, dass die israelische Armee so viele Geiseln wie irgend möglich befreien kann, dass so wenige Soldaten sterben, wie irgendwie geht und dass Israel in diesen Stunden, Tagen und Monaten nicht komplett vergisst, dass Leid niemals durch Leid Gerechtigkeit erfahren kann.
Hier, in Deutschland wünschte ich mir, dass Palästinenser klare Positionen beziehen - sie sollten trotz ihrer hoffnungslosen Situation ein Zeichen der Solidarität setzen und aufzeigen, dass sie trotz aller Auseinandersetzungen mit diesem Terror nichts zu tun haben wollen. Das sie darin keine Lösung sehen. Ich weiß, dass wird nicht passieren und die wenigen leisen Stimmen werden untergehen - aber dann bleibt immer noch für uns, aufzuzeigen, dass wir damit nicht einverstanden sind. Statt Abschiebungen von Idioten wünschte ich mir ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern - nicht von unseren Politikern, sondern von uns. Es gab am Brandenburger Tor eine Kundgebung (mit sehr wenigen Menschen). Das kann in jedem Dorf stattfinden. Wem das nicht liegt, kann andere Wege gehen, da gibt es viele Möglichkeiten; wenn es nur das Schreiben hier im Forum ist oder ein paar Worte der Solidarität an die Israelische Botschaft geschickt...
@Ebby Zutt, diese Welt wird von Woche zu Woche unmenschlicher - lass uns da bitte nicht mitmachen und lieber den viel anstrengenderen Weg gehen und versuchen, auch diese Menschen zu überzeugen. Dass dieser Hass nie eine Lösung ihrer Probleme sein wird. Alles andere halte ich für noch schlimmer.