https://www.nierstein.de/
Stadt Nierstein: Gedenken am Mahnmal an die Opfer der Pogromnacht und des Hamas-Terrors - Zeichen der Solidarität setzen
Vor 85 Jahren waren jüdische Mitbürger am 9. November 1938 auch in Nierstein Opfer von Hass und Gewalt im damaligen Nazi-Staat. Ihre Rechte waren bereits stark eingeschränkt, sie wurden ausgegrenzt, bedroht und beleidigt. In dieser Pogromnacht brannten in Deutschland ihre Synagogen, danach waren die Menschen rechtlos und vogelfrei. Sie wurden in Lager gesteckt und am Ende industriemässig vergast. Die Verfolgung und Ermordung der Juden bleibt das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Nach 1945 erwuchs daraus das Versprechen „Nie wieder!“ Die Juden und der Staat Israel aber sind bis heute bedroht. Beim feigen und hinterhältiigen Terrorangriff der Hamas auf Israel wurden mehr als 1400 Juden brutal ermordet, 240 Personen gekidnappt und verschleppt.
Unser Gedenken muss deshalb nicht nur den Opfern der Nazizeit gelten, vielmehr muss unser Mitgefühl und unsere Trauer um die Opfer der Hamas jetzt unsere Solidarität mit Israel stärken. Wenn sich das „Nie wieder!“ je bewähren musste, dann ist es jetzt. Daher lädt die Stadt Nierstein die gesamte Bevölkerung zu einem Gedenken am Mahnmal in der Mühlgasse ein für Donnerstag, 9. November 2023, 19.30 Uhr. An diesem Mahnmal ist seit 1985 das Gedenken an die Kriegstoten beider Weltkrieg explizit durch eine Gedenkwand um das Gedenken an alle Opfer der Jahre 1933 bis 1945 erweitert. „Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen gegen Hass und Intoleranz, gegen Gewalt und Terror, gegen Diskriminierung und Antisemitismus. Zeigen wir unsere Verbundenheit mit den Juden in unserem Land und in Israel. Es ist beschämend, wenn die Mörder der Hamas auf unseren Straßen bejubelt werden, wenn israelische Flaggen angezündet werden und Juden bedroht werden. Setzen wir ein Zeichen gegen diese Gewalt und stellen wir uns entschieden vor unsere jüdischen Mitbürger. Das ist nicht allein Staatsräson, sondern Menschenpflicht.“, fordert Stadtbürgermeister Jochen Schmitt die Bevölkerung zur Teilnahme an der Veranstaltung auf.
Das Gedenken der Stadt findet im Anschluss an den Rundgang „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Nierstein“ statt, zu dem der Geschichtsverein Nierstein einlädt. Dieser Rundgang führt zu den Häusern, wo Jüdinnen und Juden in Nierstein lebten und wo heute Stolpersteine an ihr Leben und Leiden unter dem Nazi-Terror erinnern. Treffpunkt dazu ist am Donnerstag, 9. November, 18 Uhr, auf dem Marktplatz.