Ich habe dazu leider keine Linksammlung; vieles lese ich in papiernen Zeitungen (Süddeutsche, Die Zeit, FAZ, taz) oder online in den entsprechenden Abos. Ich mache mir davon keine Bookmarks. Und wie gesagt, habe ich einige Informationen von meiner Frau aus dem akademischen Umfeld. In unserem Haushalt gibt es neben Deutsch die Sprachen Englisch und Italienisch und ich sage Euch, dass in denen auch gegendert wird, auch wenn im englischen der bestimmte und unbestimmte Artikel neutral ist. Im italienischen sind Artikel, Personalpronomen und Substantivendungen geschlechtsspezifisch. Muss ich zu Schulwissen wirklich Beispiele liefern?
Wenn jemand bei dem Thema ersthaft mitreden möchte, ist es doch wohl nicht zuviel verlangt, mal schnell ein paar Beiträge zu recherchieren; die Mühe lohnt sich wirklich. Soll ich das jetzt ernsthaft für Euch googeln? Letztes Jahr gab es auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung einen interessanten Artikel. So wie ich das Internet kenne, wird es den wohl noch geben.
Das ist ja auch ein weites Feld: einerseits geht es darum, wie zurzeit gegendert wird oder wurde, anderseits um die in den jeweiligen Ländern geführte Gender-Diskussion, wie das in Zukunft aussehen soll. Das ist mindestens in UK, Frankreich, Spanien, Italien und einigen skandinavischen Ländern ein Thema der öffentlichen Diskussion.
Und wenn jemand wie @Yvonne2202 schreibt: »Na denn Feuer frei, nenn doch mal ein konkretes Beispiel [dass in anderen Sprachen gegendert wird].«, impliziert sie ja, dass es keine Bespiele gäbe. Das ist einfach nur albern, denn ihr fehlt das Wissen, weil sie sich nicht informiert hat (sich nicht informieren will?); behauptet aber trotzdem, etwas zu wissen. Ist das die 12-jährige in Yvonne, die bockig die Backen aufbläst und auf den Boden stampft? Oder die erwachsene Yvonne, die ersthaft diskutieren will? Aber das kennen wir hier und anderswo von Themen, die polarisieren (Corona, der russische Überfall auf die Ukraine, das Hamas-Massaker): je geringer die Expertise, desto lauter das Auftreten.