Ich habe es verstanden als, keiner haette gerne weniger. Klingt erst mal trivial, scheint es aber nicht zu sein.
Wenn man jemandem etwas weg nehmen moechte, sollte es schon gut begruendet sein. Ohne Zweifel sind Subventionen immer zweischneidig, weil sie einerseits notwendig sind, andererseits auch wieder entfallen koennen.
Ohne Subventionen waeren wir bei der Energiewende nicht so weit und wuerden auch kaum weiter kommen. Die Windradbetreiber klagen auch ueber das Auslaufen der garantierten Einspeiseverguetung. Absurderweise waren nicht wenige die jetzt solidarisch mit den Landwirten sind, schon immer gegen diese Subvention.
Ich denke, dass die Reform gegen die jetzt protestiert wird, ein unueberlegter Schnellschuss war und Schwinges triviale Erkenntnis voellig ausser Acht gelassen wurde. Sie scheint hauptsaechlich von dem Beduerfnis nach Finanzmitteln gepraegt. Sachlich steht sie auf duennen Fuessen, und scheint auch nur schwer durchsetzbar. Ein grosser Teil der Bevoelkerung hat Verstaendnis fuer die Proteste, die Landwirte leisten massiv Widerstand und die Rechtspopulisten nutzen den Aufwind.
Nicht nur ich habe Verstaendnis fuer kleine bis mittlere Unternehmer die ihr Brot mit hohem finanziellen Aufwand und viel Arbeitskraft verdienen muessen. Ich kann da auch keine Lenkungsfunktion erkennen! Die Traktoren sind ohnehin schon ziemlich teuer und bezahlbare Elektrische noch am entfernten Horizont. Ich zweifele auch, dass Bauern mit ihrem Kraftstoff verschwenderisch umgehen. Das ist eher die unprofessionelle Denke von Markus der Spass will.
Aber es scheint in Deutschland viel schwieriger, an dem Dienstwagenprivileg, die Flugreisen oder die Subventionierung der Motorjachten zu kratzen. Nicht das sie armen Schlucker noch hunger leiden, oder nicht mehr wissen wie sie von Berlin nach Muenchen kommen sollen.
Ich glaube aber auch, dass ein Teil des Zornes daher ruehrt, dass die Menschen nicht mitgenommen werden. Was wohl daran liegt, dass die Sinnhaftigkeit von Massnahem sich nicht allen so erschliesst, wie sie scheinbar selbstverstaendlich sind. Gerade beim Heizungsgesetz waren die ersten Vorschlaege sehr ambitioniert, von dem sich viele ueberfordert sahen. Wenn man seine kleine Huette gerade so halten kann, und das auch muss, weil auch die Mieten viele ueberfordern, ist man von erzwungene Investuitionen im zigtausend Euro Bereich erst ein mal erschrocken.
Das haette man gleich als nur fuer Neubauten verpflichtend und bei Altbauten als gefoerdert kommunizieren muessen.