Kurze Meldung von mir. Der Wagen läuft wieder! Seit gestern. Gestern noch 30km gefahren und heute damit auf 50km Arbeit gefahren. War doch ein ganz schönes Stück Arbeit, von Hand und ohne Bühne. Muss man nicht unbedingt so machen...
Vorletztes WE (13. / 14. April) noch kurz vor Schluss gescheitert. Kühlwasser aufgefüllt und undicht an der dümmsten und unzugänglichsten Stelle an der Verbindung Wasserpumpe zur Wasserleitung. Habe ich dann erstmal Schluss gemacht und die Wunden geleckt. Da kommt man nicht mehr ran ohne Bühne und Absenken des Fahrschemels. Nach dreimal drüber Schlafen habe ich mich dann entschieden das so wie eine Werkstatt zu reparieren - ich habe es gepfuscht. Ich habe das rechte Motorlager nochmal ausgebaut, den Motor abgesenkt die Wasserpumpe abgeschraubt und die Verbindung von innen mit Bachofensilikon abgedichtet. Ist dicht. Mittelfristig muss ich eh das Thermostatgehäuse, das nicht zu diesem Auto (aber zu diesem Motor) passt mal durch das richtige Gehäuse ersetzen. Bei der Gelegenheit würde ich dann die Wasserleitung auch mit erneuern.
Ganz fertig bin ich auch noch nicht: es sind noch die Krümmerverkleidung, die Unterfahrpappe und die Radhausschallen zu montieren. Kommt nächstes Wochenende dran.
Außerdem sind noch 5 Schrauben "übrig": 2x von den vier Verschraubungen der Drehmomentstütze, die kriege ich nicht mehr dran, weil da die Gelenkwelle im Weg ist, keine Ahnung, wie ich die abgemacht habe. Vermutlich "hängen die Wellen auf einer Hebebühne weiter runter und dann passt es, muss ich am WE nochmal die Vorderachse komplett beidseitig entlasten - ich glaube so habe ich das auch ausgebaut, beim Einbau hatte ich den wagen immer nur einseitig aufgebockt. Außerdem noch 2x die Verschraubung des Kat / Krümmers unten am Motor, da stimmen die Durchgangslöcher nicht mehr mit den Gewindebohrungen im Motor überein. Das Problem hatte ich auch schon am alten Motor, liegt vermutlich daran, dass ich den Kat schon dreimal geschweißt habe und der immer wieder gerissen ist wegen Materialspannungen, jetzt ist der Kat wohl 0,5 bis 1 mm "länger" und die Schrauben passen nicht mehr. Hält aber auch ohne die Schrauben. Und dann noch eine kleine M5? Inbus Flachkopfschraube - keine Ahnung, wo die übrig geblieben ist - Lebenswichtig wird die M5 kleine Schraube aber nicht sein.
Jetzt mal den Wagen ausgiebig Testen und in drei Wochen am 12.05 soll es damit nach Italien an die Riviera gehen.
Danke an alle, die hier mit Informationen, Werkstattliteratur und moralischer Unterstützung geholfen haben. Vielen Dank an euch, hat Spaß gemacht (teilweise und manchmal).
Falls das mal noch jemand vorhat noch eine Information: Ich habe bei Citroen nachgefragt. Ein Austauschmotor mit 12 Monaten Garantie kostet 6.300 Euro + plus den alten Motor oder 1.800 Pfand. Das ist durchaus ein attraktiver Preis für einen kompletten werksüberholten Motor. Kann man drüber nachdenken. (Ich habe für den Gebrauchtmotor 1.899 Euro bezahlt und einen Nachmittag und 260km für die Abholung drangesetzt.
Die Arbeit geht mir nicht aus, es stehen weitere Arbeiten an, der C4 braucht in 2 Monaten neuen TÜV, der Twingo braucht etwas Liebe und mein Saab 9.3 möchte auch zurück auf die Straße. Außerdem habe ich noch einige "richtige" Oldtimerprojekte am Laufen, für die meistens die Zeit fehlt. Falls ich mal dazu komme, dann mache die alten Motor mal auf und dokumentiere den Zustand und Bau den Block eventuell wieder auf mit richtigen Ölabstreifringen, um mal einen VTI120 ohne Ölverbrauch zu haben... also wenn mal ganz viel Zeit da ist...