Ist das nicht der Fehler im Denken, der durch die Subventionen erst entstanden ist? Den Bauern wird doch seit Jahrzehnten von ihrer Lobby, die massiv mit der Lebensindustrie verbunden ist, beigebracht, dass ein nicht wirtschaftlicher Preis über Eu- und andere Subventionen ausgeglichen wird.
Das sollte doch auch im Interesse der Bauern genau anders herum laufen: keine Subventionen und die bezahlten Preise der Lebensmittelindustrie sind angemessen. Natürlich muss dann auch der Verbraucher für Lebensmittel einen angemessenen Preis zahlen. Und? Vielleicht hören dann auch mal bestimmte Exesse auf. Manchmal hat man den Verdacht, dass Gott am achten Tag das Recht auf spritfressende Karren und Fleischfuttern bis zum Platzen aufgeschrieben hat.
Es gibt nicht zuviel Umweltschutz, auch das ist ein grundsätzlicher Fehler: eine Bewirtschaftung muss so sein, dass sie nachhaltig ist und niemanden umbringt. Gleichzeitig muss eine Bewirtschaftung natürlich auch Erträge generieren - sonst wäre es Hobby und die Menschen würden verhungern. Es geht beim auch Umweltschutz nicht darum, einen Zoo zu basteln; es geht darum, dass der Bauer nicht sich, die Abnehmer und alles drum herum vergiftet und zerstört. Eigentlich nicht besonders viel.
Das ist nicht richtig: kleinere Flächen, viele Hecken dazwischen und natürliche Bachläufe mit den dazu gehörenden Auslaufflächen würden einen Teil der Probleme auffangen.
Dazu gehören dann allerdings auch eine Reihe von Dingen, die nicht auf dem Mist der Bauern gewachsen sind: Bebauung in Überflutungsgebieten, Versiegelung von Flächen - warum findet man in Neubaugebieten bis heute noch komplett zugeflassterte Grundstücke. Das ist weder erlaubt, noch schön, noch sinnvoll. Diese kleinen Spießerträume addiert sind auch und sind ein nicht unbeträchtlicher Teil des Problemes.