@erdmaus: Das Sensodrive hat keine langfristige Lernstrategie, außer allenfalls den Schleifpunkt der Kupplung mit der Zeit/Verschleiß zu verändern (und selbst da bin ich mir nicht so sicher, ob das ausschließlich von dem Nachstellglied im Kupplungsaktuator gemacht wird). Den Schleifpunkt der Kupplung kannst Du aber auch selber anlernen: Motor anlassen, Bremse getreten halten. Folgendes insgesamt 10 mal hintereinander ausführen: Am Wählhebel '1' und dann wieder 'N' anwählen, 5 Sekunden warten. Zum Schluß Zündung aus, danach mindestens eine Minute warten, damit das Steuergerät das einspeichern kann. Vielleicht hilft Dir das mit dem harten Einkuppeln.
Was das Sensodrive aber kann: sich kurzfristig an den Fahrstil anzupassen. Wenn Du mal ganz eilig losfährst, weil man z.B. eine Lücke zu knapp eingeschätzt hat und den Pluri ordentlich tritt, wirst Du merken, dass die Automatik die nächsten Minuten erst bei höheren Drehzahlen schaltet und generell die Übersetzung ein bis zwei Gänge kürzer wählt,als wenn man ruhig herumcruised. Das ist aber nicht permanent und wird zurückgenommen, wenn der Fahrer wieder ruhiger am Gas ist...
@robi64 und @bx-basis: Die Mindestspannung lt. Citroen/Lexia ist 12,5V, die nicht unterschritten werden soll. Die ist unter den Voraussetzungen "Senso anlernen" mit stehendem Motor nicht zu halten.
Herleitung: Ein vollständig(!) aufgeladener Akku hat eine Leerlaufspannung von ziemlich genau 12,7V (bei SoC 90% nur noch ca. 12,5V). Leider hat so ein Teil aber einen Innenwiderstand, der u.a. von der Akkugesundheit -SoH - abhängt und bei neuwertigen Bleisäureakkus im Bereich von ca. 10 mOhm liegt. Dieser Innenwiderstand sorgt dafür, dass die Leerlaufspannung unter Belastung einbricht, weil dieser mit der Nutzlast einen Spannungsteiler bildet.
Beim Senso sind die (ohmschen) Widerstände der drei E-Motoren (1x Kupplung, 2x Getriebe) dokumentiert, sie betragen je 2 Ohm. Falls diese im Worst Case gleichzeitig angesteuert werden, befinden sich diese in Parallelschaltung - der sich daraus ergebende Widerstand ergibt sich aus dem Kehrwert der Addition der einzelnen Kehrwerte,also 1/(3*1/2)=667 mOhm. Das auch die Steuerelektronik, sowie der Rest des Autos bei eingeschalteter Zündung noch zusätzlich Strom brauchen, lassen wir hier der Einfachkeit halber weg, aber das macht die Sache nicht besser. Außerdem sind Motoren keine ohmschen, sondern komplexe Lasten, auch das lassen wir hier unter den Tisch fallen - macht es aber in der Realität auch eher schlimmer, wenn man sie berücksichtigen würde.
Nun können wir den Spannungsteiler berechnen: Vout=Vin*Rlast/(Ri+Rlast) = 12,7*0,667/0,677 = 12,512V. In der Praxis (s.o., Steuergerät, Rest vom Auto) werden das weniger als 12,5V sein.
Ein großes(!) Ladegerät sollte aber meiner Meinung nach reichen. Kurz rechnen,wieviel Strom im Worstcase fließt: I=U/R, also 14,4/0,667 = 21,6A. Das sollte man großzügig aufrunden - übrige Lasten im Auto, Senso-Elektronik, Batterieladung müssen mit gestemmt werden. Wenn das Ladegerät das halten kann, dürfte das passen - das ist aber schon zwei Nummern über der in Baumärkten üblichen Leistungsklasse. Wer das mal testen will: ich habe hier ein regelbares Netzgerät da, das 60A bei bis zu 30V abliefern kann. Derjenige muß nur 'nen Sensodrive mitbringen...