Da wirst du wohl recht behalten, wenn wir uns auf einen Zeithorizont von ein oder zwei Jahrzehnten beschränken.
Günstige fossile Brennstoffe und Verbrenner-Antriebstechnik sind Geschichte. Für die Masse kann man auch eher nicht erneuerbare Brennstoffe erzeugen.
Aktuelle Batterietechnik ist ein "Witz", deswegen wurden die Hecken bei dir ja auch mit Benzin geschnitten. Da erwarte ich aber noch zu meinen Lebzeiten Durchbrüche. Beim Strompreis dagegen eher weniger. Genausowenig dabei, sich so ein schönes funkelndes, mit moderner Antriebstechnik ausgestattetes, Individualverkehrsmittel massentauglich eingepreist zu bekommen. Gut, den Strom kann man tatsächlich heute schon recht billig daheim produzieren. Aber nur, wenn man ein Haus hat. Also gerade hierzulande nicht die Masse.
Ich mag mich nicht so gern über Politik auskotzen. Aber da das Thema so dominant von dir platziert wurde:
Wenn man Veränderungen bewirken will, müssen zuerst die entsprechenden Rahmenbedingungen gesetzt werden. Anders bekommst du in so einer lustigen Demokratie die Sachen, die auch etwas unangehm für das Volk werden können, nicht gebacken. Soll heißen, die Propagandamaschine muss angeworfen werden.
Unschön ist es halt, wenn dem Volk wissentlich blanke Lügen verkauft werden. Oder nicht nach bestem Wissen und Gewissen über alle möglichen zu erwartenden Folgen der zu bewältigenden "Gefahr" sowie auch der "Kur" aufgeklärt wird. An dieser Stelle platziere ich ein Zitat von einem der wenigen Politiker, die ich mag: "Die Wahrheit, also die Wahrheit, führt in sehr vielen Fällen zum politischen Tod, ich bitte Sie" (hatter wohl mit nem Augenzwinkern gemeint, ist aber was dran).
Andererseits würde die Masse auch nicht bei jedem Unsinn mitmachen. Wenn einige Jahre später die Wahrheit ans Licht kommt, ists zu spät. Die Dirigierenden haben sich (und eine gewisse Anzahl Begünstigter) bestens versorgt. Die Gefahr, für welchen Unsinn auch immer mit Leib und Leben zur Rechenschaft gezogen zu werden, tendiert für diese Kaste gegen Null. So läuft das halt. Immerhin wohl noch besser als in Nordkorea. Obwohl Nordkorea wohl zumindest unter Emissionsgesichtspunkten weltweit sehr weit vorn mitspielen dürfte.
Persönlich bin ich zwar ein Freund einiger Grüner Gedanken aber dennoch ein Feind der Grünen und ihrer Ideologie. Großteils liegt das wohl darin begründet dass die Grünen als "Randgruppenpartei" eher realitätsferne Ziele verfolgen, was auch ihre Wählenden scheinbar nicht stört (abergut, Fans sind Fans, verstehe ich). Etwas mehr Bezug zur Realität ist ja inzwischen eingekehrt.
Es muss jedem klar sein: "Grün" ist mit Verzicht verbunden. Anders geht es nicht. Das wird nicht klar genug kommuniziert, meiner Ansicht nach.
Meine "grünen Aktionen" schlagen seit 2019/20 jedes Jahr mit Opportunitätskosten im anständigen fünfstelligen Bereich zu Buche. Da regen mich dann Leute die mit Superkleber oder orangener Farbe ihr Gewissen aufbessern wollen maßlos auf. Kauft halt Land welches zubetoniert ist oder von der Agrarindustrie bewirtschaftet wird und renaturiert das. Besser, als Unfrieden zu stiften. Mittlerweile habe ich den Kanal voll. Beginnend diesen Sommer wird das über die nächsten drei Jahre gegen Null zurückgefahren. Muss ja auch Kapital generieren für eine energetische Sanierung meiner Hütte, für eine Wärmepumpe, ein Batterieauto, PV-Anlage und so. Also "grün".
Was das Schuld in die Schuhe schieben angeht - da nimmt sich wohl keiner was. Ich war selbst bei einigen Dingen überrascht, die den Grünen zu Unrecht angelastet wurden, nachdem ich mich mal bemüht habe nach Informationen zu graben. Heute haut einer irgendeine Schlagzeile raus, die wird tausendfach überall ohne nachzudenken weiterposaunt. Wer hat schon die Zeit, da weiter selbst nachzuforschen? Und vor allem: wo? Welcher Quelle schenkt man sein Vetrauen? Ich bin nicht nur einmal irgendwelchen "Fake News" aufgesessen. Die Welt ist so verflochten und kompliziert, unmöglich da durchzublicken.