Ihr könnt mich gerne korrigieren, weil, von Motortechnik habe ich nur Halbwissen. Ich bin Programmierer und versuche mich in die Motorsteuerung reinzudenken.
Die Motorsteuerung hat als Stellglied nur die Möglichkeit, die Standgasdrehzahl über den Drehzahlsteller anzupassen und die Benzinzufuhr über die Taktzeit der Einspritzdüsen zu steuern. Um dass Gemisch möglichst im optimalen Bereichzu halten stehen diverse Sensoren zur Verfügung:
Der Motortemperatursensor ist für den Kaltstart zuständig und bewirkt bei niedriger Motortemperatur ein fetteres Gemisch und eine erhöhte Lehrlaufdrehzahl via Drehzahlsteller.
Bei Betriebstemperatur und normaler Fahrt gibt der MAP-Sensor Rückmeldung über den Luftansaugstrom des Motors. Größere Luftmenge=mehr Unterdruck in der Ansaugbrücke=mehr Benzin. Hier ist auch wichtig, dass das System keine Falschluft am Sensor vorbei ziehen kann.
Das Drosseklappenpoti gibt eine direkte Rückmeldung über die Gaspedalstellung. So wird Standgas erkannt, aber auch als erstes, dass eine deutliche Beschleunigung gewünscht wird (Kickdown).
Dann gibt es noch den Lufttemperatursensor im Luftansaugbereich, der Rückschlüsse über den generellen Sauerstoffgehalt der angesaugten Luft gibt. Da gehört zu kühleren Temperaturen vermutlich mehr Sprit einespritzt.
Und dann kommen noch Sensoren dazu, die den Motorlauf erst generell ermöglichen bzw. freigeben. Das sind hauptsächlich der Drehzahl- bzw. der OT-Sensor. Geben diese Sensoren kein plausibles Signal, dann wird die Zündung sofort gesperrt.
Sorry, ich habe die Lamdasonde vergessen. Die Lambdasonde gibt der Motorsteuerung eine Rückkopplung darüber, ob die Gemischregelung aufgrund der übrigen Sensoren funktioniert hat oder nicht. Wenn nicht, wird die Motorsteuerung dagegenhalten indem sie die Taktzeiten der Einspritzdüsen im Rahmen des Möglichen anpasst. Hier gibt es aber auf jeden Fall eine Fehlermeldung, wenn das unmöglich wird.
Die übrigen Sensoren kann man aber wohl nur überprüfen, indem man mit z.B. Lexia während der Fahrt im problematischen Bereich die Parametermessung beobachtet.
Gibt es aber in einem speziellen Drehzahlbereich Probleme, dann würde ich als erstes auch auf das Drosselklappenpoti tippen. Jeder kennt von früher die kratzenden Geräusche des Lautstärkepotis am Verstärker.
Ist der Rundlauf des Motors bei eher niedrigen Drehzahlen gestört, dann können es aber meiner Erfahrung nach auch ein oder mehrere Injektoren sein, die "klemmen".
Aber leider wird ein Wackelkontakt eines beliebigen Sensors im ersten Moment ebenfalls zu einer Irritation der Motorsteuerung und damit Stottern führen.
Und dann ist da ja noch das Thema Zündung...
Sorry, habe mir gerade versucht selbst was zu erklären und bin dabei auch nicht über die Rückschlüsse meiner Vorschreiber gekommen...