22. April 2023
Interieur-Aufarbeitung
Nachdem ich bemerke, dass die eingelagerten Türverkleidungen oberflächlich beginnen, Schimmel anzusetzen, hole ich diese hervor und werde erneut der total verbogenen Fensterschachtleisten angesichtig, die bereits krumm sind, seit ich den CX erworben habe.
Speziell die Leiste der Beifahrertür ist völlig aus der Form geraten:
Wie diese Leiste überhaupt noch an Ort und Stelle sitzen konnte, ist mir ein Rätsel.
Die Leiste scheint im 2K-Verfahren hergestellt zu sein, besitzt ein „hartes“ Profil mit „weicher“ Lippe, die nach innen auf der Brüstung aufliegt. Ich beschließe, es mit Wärme zu versuchen.
Dazu verwende ich zunächst ein Stahlblech-Profil, das ich als Lehre auf die Leiste aufstecke.
Tatsächlich wird der Kunststoff durch Erwärmen mit dem Heißluftföhn weich und formbar. Ein zwischengelegter Lappen verhindert, dass ich mir die Pfoten am heißen Kunststoff verbrenne.
Zwischenstand: Die „Welle“ ist schon deutlich abgeschwächt.
Erst jetzt kann ich den zur Scheibe hin orientierten Filzstreifen aus seiner Führung ziehen. Die Leiste stecke ich nun auf ein U-Profil aus 2 mm Alu.
Nach und nach erkenne ich, Wo der Schmelzpunkt liegt und kann zum Schluss die Leiste regelrecht von Hand „modellieren“. Einmal komme ich der Oberfläche zu nahe, und der Kunststoff schlägt blasen. Diese lassen sich zum Glück mit einer Klinge abziehen und mit Schleifpads egalisieren.
Hier die noch nicht perfekte, aber grundsätzlich in Form gebrachte Leiste:
…und hier auf die Türverkleidung aufgesteckt (links): Passt zum Gesamtbild. Rechts zum Vergleich die unbearbeitete, etwas weniger schlimm verformte Leiste der Fahrertür:
Ich werde versuchen, mit etwas Feintuning das Resultat noch zu verbessern.
Nächster Schritt wird die Aufarbeitung des Leders: Reinigen, weich machen, ggf, nachfärben… hierzu muss ich noch ein wenig in die Materie eintauchen.
Vor allem das Ankleben der von den Türträgern gelösten Partien im den Konkaven Bereichen wird eine Herausforderung werden…