Ob das ein gutes Angebot ist, hängt vom Zustand ab. Ich wäre skeptisch einen Yaris gegen einen C1 zu tauschen. Aber wenn Du schon einen Aygo hattest, weisst Du wohl, worauf Du dich einlässt.
Vor dem Kauf würde ich unbedingt mal auf der Rückbank Platz nehmen und in die Reserveradmulde schauen. Sollte da irgendwo Feuchtigkeit oder Schimmel sein, hast Du die erste Baustelle. Kann dann von den Rückleuchten, der 3. Bremsleuchte über die Heckdeckeldichtung, das Scharnier des Heckdeckels oder die Türdichtungen alles sein.
Ansonsten halt auf Rost achten, das ist bei alten Autos immer Thema.
Die üblichen Punkte, auf die man beim Gebrauchtwagenkauf achten sollte, sind bei dem Auto schnell abgehandelt. Ist ja fast nichts drin, in dem modernen 2CV. Auspuff wär noch so was, was man sich ansehen und anhören könnte. Bremsen ein anderes. Die hinteren werden rostig sein, die Bremssättel vorn sollten leichtgängig sein.
Ich würde die Finger von Sensodrive-Modellen lassen. Es lässt sich mit dem angeblichen Automat, der nicht mal ein brauchbarer Halbautomat ist, nicht so recht Freude haben. Es frisst die Kupplung zu schnell auf, und lässt sich eigentlich nur im manuellen Modus einigermassen brauchbar nutzen. Ich finde, man kann dann auch gleich ein manuelles Getriebe nehmen, wenn man denn kann.
Ölstand nicht auf Maximum würde mich skeptisch machen, obwohl der Motor nicht für Ölverbrauch bekannt ist.
Insgesamt würde ich aber empfehlen, erstmal die Airbaglampe des Yaris anzugehen. Ich würde zumindest wissen wollen, was das zu reparieren kostet, bevor ich den wegschmisse. Den Rest kann man ja machen. Ist im wesentlichen nur Verschleiss, und konstruktiv ist so ein Yaris wohl das bessere Auto, als ein C1. Es gab davon mehr als einen km-Millionär, wohingegen ein C1 schon wegen der Aqaristik im Heck nicht so alt wird.
Als C1 Fahrer hat man im übrigen besser H4-Glühbirnen dabei. Man kann zwar Glück haben, aber der Verbrauch an Scheinwerferbirnen ist höher als bei anderen Modellen. - Kein Problem eigentlich. Wenn man weiss, wies geht, kann man die im Dunkeln recht zügig tauschen.
Bei den Winterreifen kommts halt drauf an, was man will und erwartet. Wenn man wenig km fährt, ist es nicht sinnvoll, einen Michelin zu montieren, der 80'000km hält, weil bei Winterreifen das Alter mit entscheidend ist. Was älter als 5 Jahre ist, sollte man nicht mehr bei winterlichen Strassenverhältnissen fahren, die beste Bodenhaftung hat man in den ersten 3 Jahren. Reifentests geben einen guten Überblick, aber man sollte bei mittelmässigen Bewertungen genauer hinschauen. Wenn die nur daher kommt, dass der Reifen schnell verschleisst, ist das bei 10'000km oder weniger pro Jahr nicht wirklich ein Nachteil. Auch, weil Bodenhaftung und Langlebigkeit im Zielkonflikt stehen, da gute Verschleisswerte mit härterem Gummi erkauft werden. Winterreifen sollten aber weich sein, denn die sollen sich auch bei Minusgraden am Boden festkrallen. Ich würde die Geräuschwerte des Reifenlabels ansehen. In einer Blechbüchse quasi ohne Schallisolierung wird man um jedes Dezibel weniger froh sein. Ausserdem kostet der Lärm auch Energie und damit Sprit. Die Angaben sind jedoch mit Vorsicht zu geniessen, da das meines Wissens eine Selbstdeklaration der Hersteller ist. Kann also auch nur werbendes Blendwerk sein.
Ich selber hatte zuletzt mit Nokian aus der WD-Reihe ganz gute Erfahrungen gemacht. Die Finnen können Winterreifen. Nebenbei ist das ein Europäisches Produkt, das weder China noch Russland gross macht.