Ich kenne den C3 mit Sensodrive von meinem Bruder. Der hatte mal einen Pluriel, allerdings 1.6er mit Sensodrive. Das Getriebe ist nicht ganz perfekt, aber deutlich brauchbarer als das gleichnamige beim C1. Ist auch eine andere Konstruktion, trotz Namensgleichheit. Ja, mitdenken muss man wohl schon, aber der alltägliche Betrieb scheint mir nicht das eigentliche Problem - anders als beim C1.
Das Problem wird in der Praxis eher sein, dass das Sensodrive des C3 empfindlich auf eine schwache Batterie reagiert. Es kann dann schon mal sein, dass das Getriebe streikt, und ich erinnere mich lebhaft daran, wie viel hier zum Thema anlernen des Getriebes zu lesen war. Das ist grundsätzlich nur erfolgreich möglich, wenn per Starthilfekabel ein zweites Auto mit laufendem Motor verbunden ist.
Stellt sich halt nur die Frage, ob man sich auf so eine Getriebemimose einlassen will. Solangs marschiert, ist es wohl brauchbar, mags auch nicht perfekt sein. Tuts nicht, bleibt man damit liegen. - Geht also nur, wenn Papa ein Abschleppseil hat und Töchterchen beibringen kann, wie das mit dem Abschleppen geht, oder wenn man mindestens eine Pannenhilfe an der Hand hat.
Vergleichsweise war der C1 mit Sensodrive da zuverlässiger, aber das Getriebe an sich unbrauchbarer. Bei unerfahrenem Fahrer wars beim C1 sogar ein Sicherheitsrisiko, weils vorkommen konnte, dass die Kupplung zu lange schliff und daher Vortrieb im möglicherweise entscheidenden Moment fehlte oder der Wagen im 2. Gang anzufahren versuchte, und dann mitten auf der Kreuzung gefühlt stehen blieb, um doch noch in den ersten Gang zu wechseln.
Sowas habe ich beim C3 nie erlebt. Hingegen wurde der mehr als einmal mit Getriebeproblem in die Werkstatt geschleppt.
Mein C1 kein einziges Mal. Nichtmal, als die Kupplung fällig war. Da schaffte ich die 50km über eine eher flache Autobahn auch mit schleifender Kupplung und piependem Protest der Getriebesteuerung noch bis nach Hause, und am nächsten Tag sogar in die Werkstatt.
Zudem ist es keine Frage, ob ein C3 von 2009 mit nur 70'000km länger gestanden hat. Das sind pro Jahr gerade 4'666km pro Jahr. Selbstverständlich muss der Wagen da mindestens einmal länger gestanden haben. Kaum anzunehmen, dass den ein 75jähriger als Neuwagen kaufte und dann 15 Jahre nur zum Arzt und zum Einkaufen damit fuhr. Verdächtig ist sowas auch deshalb, weil das an sich ein sparsames, günstiges Fahrzeug wäre, das spätestens in zweiter oder dritter Hand entsprechend viel gefahren würde. - Wenn es denn fährt.
Wenn es nicht fährt, kanns bei dem Auto gut am Getriebe gelegen haben. - Im einfachsten Fall einfach, weil eine Neuinitialisierung mehrfach scheiterte. Im schlimmeren Fall, weil teure Teiletauschorgien zu teuer wurden... oder ein Liegenbleiber zuviel dazu führte, dass der Wagen weiterverkauft wurde, ggf. mehrfach.