Eine Simulation!
Hatte 2008 mal einen Energieberater im Haus (Bestand, Alter irgendwas zw. 3 bis 500 Jahren) zwecks Förderung einer Fassadendämmung. Der Simulierte dann auf seinen schlauen digitalen Endgerät, dass sich der jährliche Energiebedarf durch die Maßnahme von 35000 auf etwa 24000 kWh senken ließe. Hatte angegeben, das Haus erst vor wenigen Monaten erworben und noch keine Rechnungen zu haben. Auf den letzen dreien war allerdings ein Jahresverbrauch von 22 bis 25000 ausgewiesesen.
Dann lese ich da was von Vorlauftemperaturen von 70 Grad. Sowas habe ich zuletzt in den 60ern gesehen, als Oppa ein an die Post vermietetes Gebäude noch mit einem Steinkohlekessel im reinen Schwerkraftbetrieb beheizte. Da müsste er nachschippen, wenn Zeiger auf 65 runter war (durfte als Kind öfters mal für ihn in den Keller laufen, um nach den Zeiger zu schauen). Das war wohlgemerkt ein Postgebäude, vorn ging die Türe dauernd auf und zu, das große Tor an der Paketrampe war mehrfach täglich für eine halbe Stunde geöffnet (noch echte Postbeamte hatten es niemals eilig). Aus reinem Interesse: Fahrt hier jemand heute tatsächlich noch 70 Grad?
Dann habe ich vor 25 Jahren einige MFH zur Vermietung erworben, wg. eröhter Abschreibungen bei Anschaffung alle ü100 alt. Dabei war jede der vorgefundenen alten Heizungen schon mit einer witterungsgeführten Regelung ausgestattet, die dann bei Frost ist 55 Grad hochliefen. Aus reinen Interesse: Fährt hier denn noch jemand von Oktober bis April mit wenigstens 55 Grad konstant durch?
Ferner kommt selbst der Legionellenschisser mit 50 Grad fürs Warmwasser über die Runden, wer braucht 60 Grad? Ebenso könnte man auch von 80 Grad ausgehen und zu dem Schluss kommen, mit einer WP ließe sich gar kein Warmwasser bereiten (oder nur mit einem Faktor unter 1, wenn die Maschine über einen Heizstab verfügt.
Zielführender als so eine Simulation unter irrigen Prämissen wäre es wohl gewesen, in frisch ungerüsteten Bestandsgebäuden einfach mal gemessene kWh Wärme durch gemessene kWh Strom zu teilen. Zielführender als etwas auf solche Artikel zu geben, ist es beispielsweise auf YouTube vonPrivatpersonen erstellte Videos anzuschauen, in denen praktische Erfahrungen und Meßwerte geteilt werden. (Muss dabei selbst grinsen) oder mal einem Citroen Forum nachfragen.