".1 Integration in ein von erneuerbaren Energien geprägtes
Stromsystem
Um die fluktuierende Einspeisung von Solar- und Windstrom auszugleichen, sind schnell
regelbare Kraftwerke mit niedrigen Investitionskosten erforderlich.
Fusionskraftwerke können diese Aufgabe absehbar nicht erfüllen.
Falls Fusionskraftwerke ab Mitte des Jahrhunderts breit verfügbar sein sollten, würden sie auf ein
Stromsystem treffen, das maßgeblich von erneuerbaren Energien geprägt ist. Zum Ausgleich der
zeitlichen Variabilität der Einspeisung von Wind- und Solaranlagen sind zum einen schnell regel-
bare Erzeugungskapazitäten erforderlich, damit die Erzeugung jederzeit der Nachfrage angepasst
werden kann. Zum anderen braucht es Reservekapazitäten zur Überbrückung von gelegentlich auf-
tretenden Perioden mit geringem Dargebot an Sonne und Wind (Dunkelflauten von einigen Tagen).
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5 Wie wirtschaftlich kann Strom aus Kernfusion werden?
Für diese Einsatzzwecke kommen aus ökonomischen Gründen nur Kraftwerke infrage, die geringe
Investitionskosten aufweisen. Höhere variable Kosten können in Kauf genommen werden, da diese
Kraftwerke ohnehin nur wenige Stunden im Jahr ausgelastet werden (z. B. einige hundert Vollasts-
tunden). Derzeit sind dies typischerweise Gasturbinen, die in Zukunft für einen CO2-armen Betrieb
mit CCS-Technik (Carbon Capture and Storage/CO2-Abscheidung und Speicherung) ausgestattet
oder mit Wasserstoff betrieben werden könnten. Ein Bedarf an Kraftwerken, die über das gesamte
Jahr konstant Strom einspeisen (Grundlastkraftwerke), besteht in einem solchen Stromsystem
nicht (Nicholas et al. 2021, S. 3; TAB 2012).
Damit Fusionskraftwerke den Anforderungen eines von erneuerbaren Energien geprägten Strom-
systems gerecht werden können, müssten sie technisch gesehen in der Lage sein, ihre Leistung in
einem weiten Bereich schnell hoch- und runterzufahren (Lastfolgebetrieb). Derzeit ist es unklar, ob
die Energieerzeugung im Plasma gezielt gesteuert werden könnte, ohne die Stabilität des Plasma-
betriebs zu gefährden. Daher werden Konzepte in Betracht gezogen, bei denen die Stromerzeugung
von der Wärmeerzeugung zeitlich entkoppelt wird, indem vor den Generator ein Wärmespeicher
geschaltet wird (Nicholas et al. 2021, S. 4). "
Ich denke, das steht in der Studie des 'Büro für Technikfolgen-Abschätzung im Deutschen Bundestag', das die 'taz' verlinkt hat gut beschrieben.Diese Studie kann man sich als PDF downloaden.
Es gibt bei unseren Stromsystem kein Bedarf an zusätzlichen Kraftwerken, die konstant einspeisen, es braucht Reserve Kapazitäten zur Flautenüberbrückung.
Das sagt die Studie.
https://www.tab-beim-bundestag.de/news-2025-01-kernfusion-fortschritte-und-herausforderungen-auf-dem-weg-zu-moglichem-kraftwerk.php