Ich denke, ich schaue mich in ein paar Jahren um, wenn der Toyota Probleme macht. Solange es der macht, ist der nah am Traumwagen für mich. (Obschon, wenn Geld keine Rolle spielte, würd ich einen 3-türigen Jeep Wrangler fahren...) Nur: Der Toyota fährt sich so smooth wie noch keins meiner Autos davor, und er hat eine brauchbare, sparsame und nicht unterhaltsanfällige Automatik. Dazu bequeme Sitze, zur Not auch hinten taxitauglich, ich kann zur Not auch mal drin übernachten und das Innenraumdesign gefällt mir, mit den fliessenden Linien und der funktionalen, unaufgeregten Auslegung. In dem Auto bin ich in allen Lebenslagen gut aufgehoben, ob bei Sonnenschein, Regen, Schnee oder Stau. Voriges Wochenende ein gröberer Stau auf der Autobahn. Knappe Stunde Standzeit. Andere haben vermutlich gefroren oder wie blöde im Stand Sprit verheizt. Jedenfalls merkte man schon vor dem Stillstand, dass die nervliche Anspannung deutlich zunahm. Ich die Ruhe selbst. Son rollendes Sofa ist was feines. Kann mit beliebig lansamer Geschwindigkeit kriechen und es geht auch bei Stau keine Kupplung kaputt. Der Hybrid wirft den Verbrenner nur an, wenn er gebraucht wird, seis nun dass der Fahrakku leer ist oder Wärme zum Heizen gebraucht wird. Der Verbrauch ist damit fast völlig stabil, ob nun Stau oder nicht. Die Hütte war muckelig warm auch ohne Standheizung, und bei Musik in dem bequemen Sofasitz liess es sich selbst im Stau gut aushalten...
Tempomat und OSD gepaart mit eher leisem Innenraum selbst bei Autobahnfahrt machen den wuchtigen, unscheinbaren Japaner zum besseren Ami als die meisten langstreckentauglichen Strassenkreuzer aus Amiland es je sein könnten... zuverlässiger und sparsamer sowieso.
Das ganze Auto ist auf eine ruhige, dem Fahrer gegenüber zurückhaltende aber zuvorkommend unterstützende Atmosphäre ausgelegt. Da lässt sich der Nervenkrieg auf den Strassen trotz eher frugaler Motorisierung super locker drin aushalten.
e-Autos können das auch. Aber nicht bei >800km Reichweite, die man auch auf 1'000km hochkriegt, wenn mans drauf anlegt.
p.s: Cool auch das ruckfreie, sanfte anfahren. Nach dem Kaltstart, mit dem Verbrenner auf Standgas, fühlt sich das Losfahren nicht wirklich nach losfahren an, sondern eher so, als würde man, schön sanft, vorsichtig und gelassen, mit einer Luxusjacht aus Mahagony - umsichtig nach allen Seiten - so richtig stilvoll ablegen. Immer wieder ein schönes Erlebnis.