Martin hatte dazu mal eine entscheidende Frage gestellt. Und dann? Was will man mit einem Menschen machen, der noch in einem bestimmten Rahmen auffällig ist? Vorbeugend Einsperren? Ja, wenn man sich absolut sicher ist, dass er eine Bedrohung für andere ist. Nicht sein könnte, sondern faktisch ist. Was ist mit der Grauzone? Wie viele Menschen sollte man zu unrecht einsperren, weil sie nicht in unsere Norm passen? Erinnert Ihr Euch an den Fall Gustl Mollath? Unschuldig jahrelang weggesperrt? https://de.wikipedia.org/wiki/Gustl_Mollath
Es ist die Abwägung zwischen Sicherheit und Freiheit. Ein Staat, der Menschen wegsperrt, weil sie vielleicht eine Bedrohung darstellen, verlässt eindeutig die Prinzipchen einer humanitären und freien Gesellschaft, die Rechtsstaatlichkeit wird aufgegeben. Andersherum kann ein Staat einsperren so viel er möchte - Menschen, die warum auch immer andere Menschen umbringen, fallen immer wieder durch jedes Raster und sie wird es immer geben.
Es gibt einfach keinen absoluten Schutz. Aber man kann mehr Sicherheit schaffen. Kostet halt und man muss sich die Ursachen anschauen. Ist halt Arbeit und nicht mit einem kurzen "alle Abschieben" gelöst.
Was man machen kann, deutet @SeppCx ja schon an: Behörden so ausstatten, das sie handlungsfähig sind. Vielleicht endlich mal kapieren, dass Länderautonomie sich nicht durch "alles muss anders gemacht werden" auszeichnet. Vorbeugende Sozialarbeit, Betreung und Unterstützung von psychisch angeschlagenen Menschen und im Fall von Flüchtlingen Sprachkurse, Integrationsunterstützung und dazu gehört schlicht und einfach auch der Zuzug der direkten Familienangehörigen.