Noch ist mein neues Blech nicht hier. So würde das normalerweise mit den originalen Blechen aussehen:
Ein weiterer Schwachpunkt des Getriebes sind die Sicherungsbleche der Muttern. Ich habe gelesen, dass trotz korrekt umgeschlagener Bleche die Muttern oftmals locker sind. Bei meinem Getriebe war das nicht der Fall, aber der Grund dafür war auch hier vorhanden: Die Zunge am Sicherungsblech, die in die Welle eingreift, war abgerissen. Offenbar geschieht das beim Festziehen der Mutter.
Unglücklicherweise besitzt nur die obere Welle zwei Aussparungen für die Nasen des Bleches. An der unteren Welle, wo es viel wichtiger wäre, dass sich keine Mutter lockert, gibt es nur eine Nase. Hinzu kommt, dass zwischen Sicherungsblech und Mutter keine weitere Unterlagscheibe sitzt (auch wenn sie in den Teilekatalogen eingezeichnet ist). Also bestelle ich mir mal zwei Passcheiben in Größe 25x35, 1mm stark. Hoffentlich hilft das zusätzlich zu Schraubensicherung.
Die obere Welle ist vorläufig auch wieder zusammengesetzt, zumindest provisorisch. Ich möchte ein Angebot zu einem gebrauchten Synchromesh annehmen, aber wir wollen anhand der Welle das zulässige Maximalspiel prüfen, bevor mir der Verkäufer etwas andreht, womit ich nicht glücklich werde.
Hier ein Blick auf den oberen Lagerkäfig mit mittlerweile neuem Kugellager. Eigentlich wollte ich alle originalen Lager behalten, aber zumindest die vordern haben sich doch irgendwie rauh angefühlt.
Den vorderen Lagerkäfig musste ich etwas nacharbeiten. Aus irgendeinem Grunde hatte der genau wie der untere auf der Innenseite eine Art Meisselhieb. Ob das von Werk aus so war oder ob da schonmal jemand Hand angelegt hatte, kann ich nichts sagen. Jedenfalls ließ sich der Käfig trotz Nachfeilens der Kerbe einfach nicht ohne Gewalt in die Bohrung im Gehäuse schieben. Also gaaanz vorsichtig auf der Drehmaschine etwas nachgedreht, schon flutscht er rein.
Ganz taufrisch sieht der 3. Gang auch nicht aus. Aber hey, es ist ein altes Auto. Wird schon gehen.