"Direkt sein" ist schon ok. Aber auch dann kann man etwas so oder so sagen.
Aber es braucht ein paar Spielregeln, damit Konflikt-Kommunikation gelingt (und darum handelt es sich). Daumenregel: Ich-Botschaft, also meine Meinung als das kennzeichnen was sie ist: meine Meinung.
Das ist keine Bagatelle, sondern eben eine der Spielregeln. Denn es ist ein Unterschied, ob ich sage "deine Haltung zum Thema xy ist faschistisch" (das wäre eine Tatsachenbehauptung) oder "ich finde deine Haltung ist faschstisch" (das wäre eine Pseudo-Ichbotschaft) oder "deine Haltung erinnert mich an Faschismus" (das ist eine Ich-Botschaft, die mein Erleben übermittelt).
Und Nachsätze wie "du bist ein Arsch" oder "du hast keinen Arsch" sind wiederum Tatsachen-Behauptungen, die der Behauptende selbstverständlich nicht belegen kann. Lässt man solche Behauptungen weg, ist nicht nur das Forum angenehmer zu lesen * (weil mehr persönliche Gedanken und Gefühle reinkommen), die Texte werden schlicht und einfach auch weniger aggressiv *. Finde ich *.
* (Du siehst: obwohl das Konzept der Ich-Botschaft für mich nicht neu ist, komme ich dennoch nicht immer ohne Pseudo-Ichbotschaft aus.)
Gerne.
Dann habe ich noch eine persönliche Bitte an dich. Ich bin ja offenbar nicht der einzige, der den Begriff "Impulskontrolle" (bzw. dessen Fehlen) mit deinem Forum-Nick assoziiert. Darum die Bitte:
Wenn es dich in den Fingern juckt - zähl doch mal bis zehn. Und / oder frag dich, ob du jetzt wirklich auf diesen Beitrag antworten musst. Was wäre, wenn du nicht antworten würdest?
Wenn du dich aber entschieden hast zu antworten, antworte so kurz wie möglich (kurze Beiträge werden eh besser gelesen) und so liebevoll / respektvoll wie möglich (denn das würdest du von den anderen auch wollen, nehme ich an).